Ämtler Pionierleistung auf der Lindenberg-Hochebene
«25 Jahre Dornröschen-Schlaf sind genug», finden Ines Thomi und Hans Schmutz. Mit der schweizweit ersten Spielgolf-Anlage möchten sie die Attraktivität ihres «Klein-Ballenberg» steigern.

Als «Klein-Ballenberg» wird sie oft bezeichnet, die Ansammlung von alten Häusern aus verschiedenen Regionen der Schweiz auf dem Hochplateau des Lindenbergs. Dabei ist das «Kleine» sogar älter als das «Original»: Der eigenwillige Luzerner Anton «Herrgöttli» Achermann hatte seine Sammlung an schützenswerten Holzhäusern bereits in den frühen 70ern gestartet.
Zehn Jahre ist es mittlerweile her, seit der ursprüngliche Obfelder Hans Schmutz und Ines Thomi die alten Häuser auf dem Hämikerberg übernommen haben. Seither haben sie viel bewegt, renoviert und ausgebaut. Weitherum bekannt ist ihr Weihnachtsmarkt, der jeweils auch zahlreiche Aussteller und Besucher aus dem Säuliamt anzieht. Mit einer Spielgolf-Anlage – der ersten überhaupt in der Schweiz – möchte das initiative Duo künftig für mehr Besucherfrequenz auf dem Areal sorgen. 600 Tonnen Kies und 90 Tonnen Steine werden dazu aktuell verbaut. Als Bahnbauerin wirkt eine deutsche Firma mit einem darauf spezialisierten Team von Italienern. Im Frühling 2017 soll die Anlage fertig sein. In der Zwischenzeit suchen Hans Schmutz und Ines Thomi für die Bahnen noch Sponsoren.
Wie Golf ohne Abschläge oder wie Minigolf mit Kunstrasen statt Beton – so lässt sich Spielgolf umschreiben. Die Anlage umfasst 18 Löcher, wobei die Bahnen zwischen und um die alten Häuser angelegt sind. Als Hindernisse werden alte Wagenräder, Säulen und Holzstelen aus der eigenen Sammlung verbaut. Für die parkähnliche Gestaltung der Umgebung ist Gartenfachmann Christian Curschellas verantwortlich. «Das ist ein sehr spannender Auftrag», findet der Mettmen-stetter. Nicht nur der Kontakt zur Bauherrschaft sei sehr angenehm, sondern auch die Aussichtslage: «Es ist hier wie in den Ferien im Engadin.»
Weitere Infos unter www.spielgolf-schweiz.ch.


