Alle zusätzlichen Asylsuchenden im Bezirk sind untergebracht
Die Temporär-Unterkunft in Bonstetten war ein Glücksfall. Mit einem Kraftakt und der grossen Unterstützung durch die Bezirksgemeinden vermochte der Sozialdienst Bezirk Affoltern die auf Anfang Jahr neu zugeteilten zusätzlichen 80 Asylsuchenden in Wohnungen unterzubringen.

Vier Monate lang, von Ende Januar bis Ende Mai, hatte der Sozialdienst Bezirk Affoltern in der Militärunterkunft Bonstetten jeweils rund fünfzig Asylsuchende vorübergehend untergebracht. Dies, weil die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich im November 2015 verfügt hatte, dass die Gemeinden ab 1. Januar 2016 0,2 Prozent mehr Asylsuchende aufzunehmen hätten. Für den Sozialdienst Bezirk Affoltern bedeutete dies, innert kürzester Zeit Wohnraum für 80 zusätzliche Asylsuchende zu beschaffen – innerhalb eines knappen Monats! Eine Herkulesaufgabe.
Jetzt, ein halbes Jahr später, kann Michelle Högger, Bereichsleiterin Asyl im Sozialdienst Bezirk Affoltern, melden: «Wir haben alle uns zugeteilten 80 Menschen in Wohnungen unterbringen können.» Ein Glücksfall war prinzipiell, dass die Gemeinde Bonstetten Anfang Jahr umgehend die Militärunterkunft im Gemeindehaus als vorübergehende Unterbringungsmöglichkeit zur Verfügung stellte. Hier fanden gleichzeitig 50 Asylsuchende Platz, was der Bereichsleiterin Asyl und den Gemeinden die Zeit verschafft hat, nach und nach ausreichend Wohnraum für schliesslich alle zugewiesenen Menschen zu finden.
Die Lösung mit der temporär genutzten und seit Kurzem wieder freien Militärunterkunft sei absolut ideal gewesen, resümiert Michelle Högger. Entsprechend verdankt sie auch das grosse Engagement der Gemeindebehörden sowie verschiedenster Exponenten Bonstettens, welche sich aktiv und höchst beweglich bei der Unterbringung und Begleitung der Asylsuchenden eingesetzt haben. «Die Unterstützung durch alle 13 Gemeinden (Anmerkung der Redaktion: Affoltern muss als Standortgemeinde des MNA-Zentrums Lilienberg keine Flüchtlinge der 2. Phase aufnehmen), allen voran natürlich Bonstetten, war grossartig», hält Michelle Högger fest. Die Gemeinden und die Bereichsleiterin Asyl bleiben aber weiterhin «am Ball», um gewappnet zu sein, falls eine nächste Kontingenterhöhung folgen sollte.


