Auf den Sommer 2016: noch 97 freie Lehrstellen im Säuliamt

Gerade Handwerksbetriebe haben zunehmend Mühe, geeignete Lernende zu finden

Die Zukunftsplanung ist für Jugendliche komplex und will genau überlegt sein. Hier informieren sich Schülerbei der René Hächler AG in Obfelden über die Lehre als Automechaniker. (Bild Salomon Schneider)
Die Zukunftsplanung ist für Jugendliche komplex und will genau überlegt sein. Hier informieren sich Schülerbei der René Hächler AG in Obfelden über die Lehre als Automechaniker. (Bild Salomon Schneider)

Der Lehrstellennachweis (Lena) des Bildungsinformationszentrums BIZ Urdorf führt momentan noch 97 freie Lehrstellen auf, die auf den Sommer 2016 besetzt werden können. Der Grossteil der noch freien Lehrstellen wird in den Bereichen Handwerk und Detailhandel angeboten. Vor zehn Jahren noch war um diese Zeit im Frühjahr nur noch eine kleine Anzahl Lehrstellen frei. Dafür ist seither die Maturandenquote markant gestiegen – gerade in steuergünstigen Gemeinden überdurchschnittlich stark.

Eigenständigkeit, anstatt sich dem Willen der Eltern zu beugen

Jürg Büchi, der Präsident des Lehrstellenforums des Bezirks Affoltern, analysiert diese Entwicklung: «Immer mehr Eltern meinen, dass ihren Kindern eine Matura mit anschliessendem Hochschulstudium mehr bringt als eine Berufslehre. Dies stimmt jedoch überhaupt nicht. Eine Berufslehre – gerade kombiniert mit der BMS – lässt jungen Erwachsenen alle Türen offen für eine eigenständige Entwicklung, anstatt einer nach der Vorstellung ihrer Eltern. Grundsätzlich bietet nämlich jener Beruf, der am meisten Freude macht, die besten Aufstiegschancen. Denn dort blühen Menschen auf. Zudem steigen Lernende früh in die Arbeitswelt ein und lernen sich dort durchzusetzen.» Aufgrund dieser zahlreichen Vorteile empfiehlt Jürg Büchi Eltern und jungen Erwachsenen, die Berufslehre als gleichwertige Alternative zum Gymnasium in ihre Erwägungen einzubeziehen.

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