Aufeinander zugehen
Freiwilligenarbeit mit Asylsuchenden im Säuliamt

2015 wurden in der Schweiz 39500 Asylgesuche gestellt. Dies ist eine starke Zunahme von Gesuchen. 2014 waren es noch 23800 Gesuche gewesen. Am meisten Asylgesuche wurden 1999 gestellt, 47500 – aufgrund des Balkankonflikts.
Rund die Hälfte der Gesuche stammten 2015 von Menschen aus Eritrea, Syrien und Afghanistan – in Afghanistan war die Sicherheitslage 2015 so schlecht wie seit dem Anfang des Krieges 2002 nicht mehr. Da bisher verhältnismässig wenige Menschen aus diesen Herkunftsländern in der Schweiz wohnen, fallen diese Flüchtlinge rein optisch in der Öffentlichkeit stärker auf, als beispielsweise die Einwanderer aus dem Balkan vor über zwanzig Jahren.
Ablehnung oder Nächstenliebe
Dadurch – und durch die vermehrte politische Thematisierung – wurde Asyl auch in den Medien intensiver zum Gesprächsstoff als noch Ende der 1990er-Jahre.
Während ein Teil der Bevölkerung sich der Zuwanderung gegenüber ablehnend oder verunsichert zeigt, wollen andere offen auf Asylsuchende zugehen und ihnen den Einstieg insLeben in der Schweizer Gesellschaft erleichtern. So haben sich im Laufe des letzten und Anfang diesen Jahres über 50 Personen beim Sozialdienst und der Mettmenstetter Sozialdiakonin Ursula Jarvis gemeldet, die Asyl- suchende bei der Bewältigung des Alltags, beim Aufbau von Tagesstrukturen unterstützen wollen oder Sprachunterricht anbieten. (sals)


