Ausgeglichene Rechnung nur dank Verkauf der Kabelanlage

Die Jahresrechnung 2015 der Einheitsgemeinde Knonau schloss mit einem Ertragsüberschuss von 578082 Franken, anstatt wie veranschlagt mit einem Aufwandüberschuss von 801500 Franken. Neben der Jahresrechnung wurde an derGemeindeversammlung vom vergangenen Mittwoch auch ein Kredit für die Sanierung des Bahnhofwegs, über 195300 Franken, genehmigt.

Nicht nur der Deckbelag des Bahnhofwegs in Knonau ist sanierungsbedürftig. (Bild Salomon Schneider)
Nicht nur der Deckbelag des Bahnhofwegs in Knonau ist sanierungsbedürftig. (Bild Salomon Schneider)

Rico Roth, der Finanzvorsteher der Gemeinde Knonau stellte die Jahresrechnung 2015 vor: «Im Bereich Primarschule ist ein Mehraufwand von 119000 Franken angefallen, aufgrund von höheren Schülerzahlen und mehr Sonderschulungen. Bei den Grundstückgewinnsteuern (-169000 Franken) und bei den Steuererträgen (-155000 Franken) hatte die Gemeinde mit höheren Einnahmen gerechnet als tatsächlich realisiert werden konnten.

Aber Buchgewinne von 1,1 Millionen durch den Verkauf der Kabelanlage sowie die Auflösung der Spezialfinanzierung durch die Kabelanlage von 400000 Franken, führten trotzdem zu einem positiven Ergebnis. Die Gemeinde Knonau besitzt ein Eigen-kapital von etwas über 10 Millionen Franken.

Der Gemeinderat zeigte sich jedoch besorgt, dass die Gemeindefinanzen aus dem Lot geraten könnten. «Wir wollen nach Möglichkeit den Steuerfuss kontinuierlich halten und Kostensteigerungen auffangen. Trotzdem wollen wir aber im nötigen Mass investieren», schloss Rico Roth. Dass die Gemeinde nur dank einmaligen Einkünften von 1,5 Millionen Franken eine ausgeglichene Rechnung präsentieren konnte, führte nicht zu Fragen. Im Dezember hatte die Gemeindeversammlung – ebenfalls ohne lange Diskussion – für 2016 einen Aufwandüberschuss von 930700 Franken genehmigt. Wie die finanzielle Negativspirale durchbrochen werden könne, werde an der nächsten Klausur des Gemeinderats ein Hauptthema sein, so Rico Roth. Die Gemeindeversammlung genehmigte die Jahresrechnung 2015 einstimmig.

Infrastruktur muss instand gehalten werden

Tiefbauvorsteherin Marianne Mühl stellte die Sanierung des Bahnhofwegs vor: «Wir betreiben bei unseren Gemeindestrassen ein Erhaltungsmanagement. Dabei ist herausgekommen, dass der Bahnhofweg saniert werden muss. Damit können auch Folgekosten verhindert werden.» Bei einem Teil des Bahnhofwegs müsse nur der Deckbelag ersetzt werden, teilweise sei aber auch die Kofferung in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Dort müsse sehr viel tiefer aufgegraben werden. Zudem werde ein Randstein gemacht, der für besseres Abfliessen des Regenwassers sorge. Der Baukredit in der Höhe von 195300 Franken, für die Sanierung des Bahnhofwegs, wurde einstimmig angenommen.

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