Bedarf an Pflegeplätzen wird sich im Säuliamt mehr als verdoppeln

Seniorinnen und Senioren wohnen immer länger im Eigenheim und lassen sich bei Bedarf von der Spitex betreuen. Trotzdem wird sich der Pflegeplatzbedarf gemäss einer Studie des statistischen Amtes des Kantons Zürich in den nächsten 20 Jahren mehr als verdoppeln.

Nur im Bezirk Dielsdorf wird mit einem noch stärkeren Wachstum des Pflegeplatzbedarfs gerechnet als im Bezirk Affoltern. (Grafik Statistisches Amt des Kantons Zürich)
Nur im Bezirk Dielsdorf wird mit einem noch stärkeren Wachstum des Pflegeplatzbedarfs gerechnet als im Bezirk Affoltern. (Grafik Statistisches Amt des Kantons Zürich)

2015 betrug im Säuliamt der Anteil der Bevölkerung über 80 Jahre 3,5 Prozent. Im Jahr 2000 waren es 2,3 Prozent. Dies bedeutet, dass der Anteil der Bevölkerung über 80 Jahre innerhalb von 15 Jahren um 64 Prozent zugenommen hat. Das statistische Amt des Kantons Zürich hat nun hochgerechnet, wie sich der Bedarf an Pflegeplätzen bis 2035 entwickeln wird. Berücksichtigt wurden einerseits die Bevölkerungswachstumsprognosen andererseits der Trend, dass pflegebedürftige Menschen länger im Eigenheim bleiben.

Altersheimplätze sind je länger je weniger gefragt. Mithilfe der Spitex können Seniorinnen und Senioren sehr lange den Alltag in den eigenen vier Wänden bewerkstelligen und benötigen deshalb nur relativ kurz einen Pflegeplatz. Trotzdem wird im Bezirk Affoltern bis 2035 mit dem zweitgrössten prozentualen Zuwachs an Pflegeplätzen gerechnet: mit einem Zuwachs von plus 120 Prozent Pflegeplätzen. 2014 gab es im Bezirk Affoltern 218 Pflegeplätze für Personen mit mittlerem bis hohem Pflegebedarf. Entwickelt sich der Bedarf anhand der Analyse des statistischen Amtes, werden 2035 480 Pflegeplätze benötigt.

Da die Finanzierung der Langzeitpflege Sache der Gemeinden ist, sind diese nun gefragt, sowohl den Ausbau der Angebote der Spitex voranzutreiben als auch für die benötigten Pflegeplätze zu sorgen. Damit 2035 die benötigte Anzahl Pflegeplätze zur Verfügung steht und diese optimal verteilt sind, wird es koordinierte Initiativen verschiedener Gemeinden benötigen.

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