Blick auf 20 Jahre Gemeinderat

Mit der zu Ende gehenden Legislatur möchte ich nicht bloss auf das vergangene Jahr zurückblicken, sondern auf meine insgesamt zwanzig Jahre im Gemeinderat, davon acht Jahre als Gemeindepräsident.
Zum Start als Gemeinderat war die Gemeinde noch als politische und Schulgemeinde getrennt. Während dieser ersten vier Jahre war das Hauptthema die Vorbereitung zur Einheitsgemeinde auf die nächste Legislatur. Die Umsetzung dazu erfolgte erfolgreich, da sowohl die Schulpflege wie auch der Gemeinderat sich über diesen Schritt einig waren. Die Einführung der Einheitsgemeinde bedeutete aber auch eine Umstellung im Gemeinderat. Die vorgängig fünf Aufgabenressorts mussten auf vier Personen verteilt werden, da neu der Schulpflegepräsident automatisch im Gemeinderat als fünftes Mitglied Einsitz nahm. Es war nicht nur der Wechsel zur Einheitsgemeinde, welcher den Gemeinderat und die Verwaltung ständig vermehrt forderte, es waren auch die immer komplexeren Projekte und Aufgaben, die vom Kanton auf die Gemeinden übertragen wurden. So hatten wir uns entschlossen, die Gemeindeordnung und die Geschäftsordnung neu zu umschreiben und in Kraft zu setzen.
Durch diese Anpassungen wurde an der Gemeindeversammlung 2022 der Gemeinderat von fünf auf sieben Mitglieder aufgestockt. Dies bedeutete aber nicht nur eine Entlastung der einzelnen Gemeinderatsmitglieder. Durch zwei zusätzliche Personen im Gemeinderat werden auch mehr Ideen diskutiert und neue Projekte angegangen, die von den Verwaltungsmitarbeitenden umgesetzt werden müssen. Dies, und vor allem die stetig steigenden Aufgaben und die dazu notwendigen Umstrukturierungen fordern mehr Personal in der Verwaltung, um möglichst alle Projekte und Tagesgeschäfte erfolgreich bearbeiten zu können. Seit meinem Beginn im Gemeinderat 2006 hat sich die Bevölkerung um ein Drittel von rund 3000 auf 4000 Einwohner vergrössert. Als Gemeindepräsident hat man seine Ressortzuteilung als solche, aber ich verstand es als meine Aufgabe, mich in sämtlichen Ressorts auszukennen und einzusetzen. Das bedingt jedoch enormes Engagement, das ich in all den Jahren mit viel Freude und Herzblut eingebracht habe. Da ich mein ganzes Leben in Hedingen verbracht habe, die Gemeinde auch durch viele andere Tätigkeiten sehr gut kenne und im Gemeinderat verschiedene Ressorts führen konnte, war dieser Anspruch für mich keine Pflicht, sondern eine Überzeugung. Der Bürde der Verantwortung war ich mir stets bewusst, denn ich wurde von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern gewählt, und somit setzte ich mich stets demokratisch für die Gemeinde ein.
Auch in der kommenden Legislatur folgen neue Herausforderungen wie zum Beispiel die neue Zusammenstellung in den Behörden und die Zentrumsplanung, welche hoffentlich zukunftsorientiert entwickelt werden kann. Es darf dazu verschiedene Meinungen und Ideen geben, doch letztendlich muss das Vorhaben zusammen mit den Grundeigentümern und den kantonalen Behörden planbar sein.
Ich danke der Bevölkerung für das Vertrauen, das sie mir während der vergangenen 20 Jahre geschenkt hat, und wünsche allen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.
Ruedi Fornaro,
Gemeindepräsident Hedingen


