Das Abwasser soll nebst Strom bald auch Wärme liefern

Erweiterte ARA Kelleramt erfüllt Anforderungen

Blick ins Pumpwerk in der ARA Ottenbach, wo das Abwasser nach Unterlunkhofen gepumpt wird. (Archivbild)
Blick ins Pumpwerk in der ARA Ottenbach, wo das Abwasser nach Unterlunkhofen gepumpt wird. (Archivbild)

Über 2 Mio. Kubikmeter Schmutzwasser flossen der Kläranlage im vergangenen Jahr aus den acht angeschlossenen Gemeinden zu. Damit setzt sich die deutlich steigende Tendenz aus den Vorjahren (2013: 1,63 Mio. Kubikmeter, 2014: 1,85 Mio. Kubikmeter) fort, obwohl die Einwohnerzahl im Einzugsbereich seit 2013 nur unwesentlich, um 189, auf 13314 Personen gestiegen ist und die Niederschlagsmenge rund 6% unter dem langjährigen Mittelwert lag. Die hohe Zunahme von rund 150'000 Kubikmeter gegenüber dem Vorjahr könne nicht eindeutig zugeordnet werden, heisst es beim Abwasserverband, vermutlich seien einzelne Gewerbebetriebe mitverantwortlich für den erhöhtenAbwasseranfall.

Angestiegen ist im Jahr 2015 nicht nur die Abwassermenge, sondern auch das Eigenkapital des Abwasserverbands. Massgeblich Anteil am Ertragsüberschuss von rund 112'000 Franken hat die Stromproduktion mittels Blockheizkraftwerk (BHKW). 210'000 kwh Strom lieferte dieses 2015. Dabei ist es seit dem Zusammenschluss mit Ottenbach und Jonen deutlich unterdimensioniert. Das soll sich nun ändern: Bereits dieses Jahr wird der über 20-jährige Gasspeicher ersetzt, das BHKW soll dann 2018 ausgewechselt werden. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf 850'000 Franken.

Künftig soll auch die Wärme aus dem Abwasser genutzt werden. Der Abwasserverband Kelleramt hat in Zusammenarbeit mit der Standortgemeinde Unterlunkhofen ein entsprechendes Projekt lanciert. (tst.)

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