«Das Dorf liegt mir sehr am Herzen»

Gaby Noser Fanger (52), parteilos, bisher

In Ottenbach stehen komplexe Vorhaben an. Da ist es wichtig, wenn diese ein erfahrenes und gut vernetztes Team betreut. Seit 14 Jahren im Gemeinderat und 12 Jahren im Präsidium kenne ich die relevanten Dossiers im Detail und stehe in Kontakt mit den involvierten Personen und Ämtern. Daneben bringe ich durch meine Erfahrung in Planungs- und Umweltbüros die notwendige Fachkompetenz mit. Ich bin in Ottenbach aufgewachsen und hier verankert – das Dorf liegt mir sehr am Herzen. Mit 52 Jahren habe ich genügend Elan und Ausdauer, diesen anspruchsvollen Job auszuüben.

Hohe Priorität hat ein engagierter und kompetenter Gemeinderat mit ausgeprägtem Teamgeist. Er trägt die Verantwortung für die Umsetzung der anspruchsvollen Strassenprojekte. Ebenso stellen die Sanierungen des Hallenbades und des Sportplatzes wichtige Meilensteine für die Gemeinde dar. Trotz dieser notwendigen Investitionen soll der Gesamtsteuerfuss stabil bleiben. Grundlegende Voraussetzungen dafür sind auch eine gut funktionierende und nachhaltig aufgestellte Verwaltung sowie ein weiterhin lebendiges Dorfleben.

Die Werkleitungen, welche im Zuge der Strassenprojekte erneuert werden, zählen sicherlich dazu. Zudem wünschen sich viele im Dorf zusätzlichen Wohnraum für die ältere Bevölkerung, was mit dem Projekt WohnenPLUS adressiert wird. Dann müssen wir punktuelle Anliegen angehen, wie öffentliche E-Ladestationen, einen neuen Spielplatz oder die Überarbeitung des Verkehrsrichtplans. Und natürlich würden wir uns freuen, wenn sich in Ottenbach wieder eine Arztpraxis ansiedeln lässt.

Die Befragung der Bevölkerung und Workshops zum REK (Räumliches Entwicklungskonzept) haben klar aufgezeigt, das Wachstum soll moderater ausfallen als bisher. Die Bevölkerung will, dass zum Dorfbild und «Grün» Sorge getragen wird. Aus meiner Sicht müssen die Behörden die Bevölkerung weiterhin bei der Meinungsbildung und Erarbeitung von Lösungen konsequent einbeziehen – Stichwort Partizipation. Und wie oben bereits erwähnt, müssen wir das Dorfleben hegen und pflegen.

Ottenbach soll eigenständig bleiben. Das stiftet für viele Identität und Heimat und ermöglicht bürgernahe Lösungen und Entscheidungen. Gleichzeitig müssen wir anerkennen: Ottenbach ist mit 3000 Einwohnerinnen und Einwohnern eine relativ kleine Gemeinde, während die Aufgaben durch neue Gesetze und Verordnungen zunehmend komplexer werden. Diese Entwicklung zusammen mit dem Fachkräftemangel macht es notwendig, gezielt Bereiche zu identifizieren, in denen eine Zusammenarbeit im Verbund sinnvoll ist. Dabei gilt es auch, die Chancen der Digitalisierung konsequent zu nutzen.

Es braucht einen Rahmen, in dem alle ihr Wissen und ihre Meinungen offen einbringen können. Ebenso wichtig ist eine professionelle und vorausschauende Organisation des Ratsbetriebs – mit effizienten, strukturierten Sitzungen und Klausurtagungen, klaren gemeinsamen Legislaturzielen sowie einer rollenden Finanzplanung. Zentral ist zudem eine Ressort- und Aufgabenverteilung, die sich an den Kompetenzen und Stärken der einzelnen Mitglieder orientiert. Darüber hinaus lässt sich der Teamgeist auch ausserhalb der Sitzungen pflegen, etwa beim gemeinsamen Umtrunk oder einem Ausflug.

Bei den Strassenprojekten handelt es sich um fünf Projekte, bei denen entweder der Kanton oder die Gemeinde die Federführung hat. Alle Projekte sind eng miteinander verknüpft. Neben der Strassenumgestaltung müssen Werkleitungen saniert werden, die tief unter der Dorfkreuzung verlaufen. Während der Bauphase muss der Verkehr, inklusive drei Postautolinien, jederzeit fliessen können. Gleichzeitig gilt es, den Hochwasserschutz des Lättenbachs sicherzustellen, und selbstverständlich soll zügig gebaut werden. Das wird gelingen, wenn an allen Stellen – auch bei Planern und Behörden – kompetente Personen eng und koordiniert zusammenarbeiten.

Die Zentrumsgestaltung Ottenbachs ist von der Instandsetzung der Kantonsstrassen abhängig. Zunächst muss die Affolternstrasse inklusive Kreuzung und Werkleitungen saniert werden. Im besten Fall können wir hier Ende 2026 starten. Zudem wird während der Bauarbeiten an der Affoltern- und Rickenbacherstrasse der Verkehr in einem Grosskreisel einspurig über die Muristrasse geführt werden müssen. Aus diesen Gründen kann die eigentliche Umgestaltung des Zentrums erst im Anschluss daran erfolgen – frühestens ab 2028.

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