«Das hohe Engagement des aktuellen Teams soll unbedingt bestehen bleiben»
Matthias Nufer (31), EDU, neu, fürs Präsidium der Primarschulpflege

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften machen Sie zur richtigen Person für das Amt?
Das Interesse und die Motivation schöpfe ich aus der Tatsache, dass meine vier Kinder in Bonstetten zur Schule gehen werden. Persönlich würde ich mich als Teamplayer, zuverlässig und ergebnisorientiert beschreiben. Mit dem Betriebswirtschaftsstudium und Berufserfahrung in der Wirtschaftsprüfung bringe ich das nötige Wissen in finanziellen Belangen mit. Behördenerfahrung aus meiner Tätigkeit in der RPK in Affoltern (bis Juni 2026) würde mir den Einstieg in die neue Aufgabe sicherlich erleichtern. In meiner hauptberuflichen Tätigkeit als Rettungssanitäter ist eine Pensumsreduktion möglich, um den zeitlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Der bisherige Austausch, insbesondere mit der Präsidentin Isabella Tamas, war sehr erfreulich. Durch ihren Verbleib in der Schulpflege als Mitglied und die weiteren, teilweise langjährigen Mitglieder kann eine gelungene Übergabe ohne Verlust von Expertise sichergestellt werden.
Welche Ziele möchten Sie in der kommenden Amtszeit für Bonstetten erreichen?
«No news are good news» – das gilt auch in der Schulpflege. Entsprechend kann nur bereits dieser Umstand als Indiz dafür gewertet werden, dass die Aufgabe der Schulpflege bis anhin gründlich erfüllt wurde. Das hohe Engagement des aktuellen Teams soll unbedingt bestehen bleiben – dazu würde ich gerne beitragen. Die Nutzung von elektronischen Medien ist nachweislich insbesondere in der Primarschule kein Erfolgsfaktor. Grundlegende Kompetenzen (Lesen, Schreiben, Rechnen) werden mit analogen Methoden je nach Studie gleich gut oder besser aufgebaut. Digitale Medien sollten deshalb nur unterstützend und mit Zurückhaltung eingesetzt werden. Die Schulpflege soll das ihr Mögliche dazu beitragen, dass sich das Lehrpersonal auf ihre Kernaufgabe, das Unterrichten, konzentrieren kann. Die Förderung der Elternmitwirkung sehe ich als bedeutenden Faktor einer starken Schule.
In welchem Bereich hat Bonstetten besonderen Entwicklungsbedarf?
Bezogen auf die Gemeinde, gibt es viele Themen, die uns in den kommenden Jahren begleiten werden. Wohnraum beispielsweise. Für Alterswohnungen sind inzwischen wichtige Pflöcke gesetzt. Aber auch für junge Familien soll Wohnraum bezahlbar sein. Aktuell steht die Gemeinde finanziell sehr gut da. Es fallen jedoch auch weiterhin hohe Investitionen an. Deshalb gilt es, beispielsweise bei der Zentrumsplanung Augenmass zu wahren. Was die Primarschule angeht, komme ich gerne in einem Jahr auf diese Frage zurück.
Was darf sich in Bonstetten auf keinen Fall ändern?
Ich hoffe, dass der dörfliche und persönliche Charakter von Bonstetten noch lange bestehen bleibt. Und für die Schule gilt natürlich über allem andern, dass die Kinder gerne zur Schule gehen.
Interview: Dominik Stierli
Matthias Nufer, EDU
Bonstetten
Das wird am 8. März gewählt:
Gemeinderat:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium (Kandidaten-Porträts erschienen am Freitag, 9. Januar, im «Anzeiger»)
Primarschulpflege:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium (ex officio das sechste Gemeinderatsmitglied)
Rechnungsprüfungskommission:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium
Sekundarschulpflege Bonstetten (Bonstetten, Stallikon, Wettswil):
5 Mitglieder, inklusive Präsidium


