ZKB schüttet über 6 Millionen aus
Nach Rekordergebnis erhalten die Ämtler Gemeinden von der Kantonalbank viel Geld

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) erzielte 2025 das beste Ergebnis in der Geschichte des Geldinstituts. Mit einem Geschäftsergebnis von 1.4 Milliarden Franken vor Steuern kann die Bank einen schönen Batzen Geld in die Regionen fliessen lassen. Das Säuliamt wird heuer mit einem Betrag von knapp 6.3 Millionen Franken bedacht. Am meisten erhält mit annähernd 1.4 Millionen Franken die Stadt Affoltern, am wenigsten Maschwanden mit knapp 72000 Franken (siehe Box).
Am Mittwochmorgen präsentierten die Bankverantwortlichen den Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten in der Kinder-Reha in Affoltern die erfreulichen Zahlen. Gemäss Mark Roth, Vizepräsident des Bankrats, strebt die Bank auch in den kommenden Jahren gesamthaft Ausschüttungen wie im Schnitt der vergangenen drei Jahre an. Versprechen kann er jedoch nichts. Mit dem Kanton als «risikoaversem» Eigentümer sei das Eigenkapital eine wichtige Grösse, die ZKB deshalb «äusserst stark kapitalisiert». Die Vorgaben der EK-Quote würden gar deutlich übererfüllt.
Zurzeit spüre die ZKB natürlich auch die Auswirkungen der geopolitischen Krise, was eine Prognose für das laufende Jahr schwierig mache. «Das Umfeld ist generell herausfordernd», so Mark Roth. Eine genaue Prognose wagte Roth im Gespräch mit Thomas Bühler, Leiter Privatkundengeschäft Zürich-See-Albis, auf dessen Frage nach Roths privatem Highlight des Jahres. «Ich freue mich auf die Fussball-WM und tippe auf Brasilien als Weltmeister.»
Angesprochen auf die Bargeld-Initiative, versicherte Roth, dass niemand ohne Bares aus einer ZKB-Filiale laufen müsse. Zwar habe man nicht mehr wie früher überall den klassischen Bankschalter. Wenn man sich ans Bankfachpersonal wende, bekomme man als Kundin oder Kunde aber immer Geld mittels des Bankomaten, auch ohne EC-Karte. Roth liess allerdings nicht unerwähnt, dass die Frequenzen an den Bankomaten auch bei der ZKB stark abnehmen würden. Trotzdem halte die ZKB am dichtesten Automatennetz im gesamten Kanton Zürich fest. Für Personen, die sich ihren Wunsch vom Eigenheim aktuell erfüllen möchten, hatte Benedikt Lennartz vom Bereich Immobilien Analytics weniger erfreuliche Fakten. So hätten sich die Eigenheimpreise in den letzten 20 Jahren um den Faktor 2,5 vervielfacht. Er gehe davon aus, dass diese Dynamik im Raum Zürich bestehen bleibe. Die Finanzierungskosten seien nach wie vor relativ attraktiv, die Nachfrage nach Wohneigentum robust. Auf dem Mietermarkt wiederum sei die Leerwohnungsziffer auf historischem Tiefstand. Dazu beigetragen hätten die starke Zuwanderung und die geringe Bautätigkeit. Immerhin: Tiefer kann es laut Lennartz kaum mehr gehen.
Allerdings weist er auf ein weiteres Phänomen hin: So habe die Zahl der Umzüge nach der Corona-Pandemie stark nachgegeben. Das Potenzial dieser aufgestauten Nachfrage könnte sich also entladen. Vor allem jüngere Leute seien jüngst weniger umzugsbereit gewesen. Es könnte sein, dass sie einfach länger zu Hause wohnen bleiben wegen der angespannten Lage auf dem Mietermarkt.
So viel erhalten die Gemeinden
Nach der Gewinnausschüttung durch die ZKB kommen die Gemeinden im Bezirk Affoltern in den Genuss von schönen Überweisungen. Hier die Frankenbeträge pro Gemeinde:
• Aeugst 215192.00
• Affoltern 1382947.15
• Bonstetten 608062.50
• Hausen 424687.10
• Hedingen 426944.35
• Kappel 147904.20
• Knonau 270226.10
• Maschwanden 71909.80
• Mettmenstetten 627410.45
• Obfelden 652025.30
• Ottenbach 325260.25
• Rifferswil 130383.55
• Stallikon 418237.80
• Wettswil 580652.95


