Der «Abfallhai» kommt neu aus Knonau
Vor Wochenfrist stand der Umzug aus Rümlang an, seit Montag ist die AntaSwiss AG nun in Knonau produktiv. Gut 40 Mitarbeitende beschäftigt das Familienunternehmen von Marcel J. Strebel an der Hasentalstrasse 3.

«Ich kenne den Gubrist nicht nur vom Radio», sagt Marcel J. Strebel. Seit 24 Jahren wohnt er in Uttenberg – und so lange pendelte er auch zu seiner Metallbaufirma in Rümlang, die damals noch Brüco hiess. Dass er im Knonauer Amt einen neuen Standort suchte, liegt allerdings nicht nur an seinen persönlichen Interessen: «Der Anschluss an Zug und die Innerschweiz ist sehr interessant», so Strebel. Dagegen sei der viel gepriesene Wirtschaftsstandort um den Flughafen Zürich verkehrstechnisch eine Katastrophe. So müsse man dort immer eine Stunde Stauzeit einplanen.
In der Schweiz ist die AntaSwiss AG Marktleader bei den hochwertigen Abfall-Behältnissen. Mit ihrem Bestseller, dem Abfallhai, hat sie sich allerdings weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Die ebenso markanten wie praktischen und robusten Abfallbehälter prägen das Stadtbild von Zürich und Lausanne, von Wien und München, sogar ein Rastplatz in Alaska ist mit dem bärensicheren «Abfallhai» ausgestattet. «Der Hai hält 30, 40 Jahre – drum ist er auch so beliebt», sagt Strebel.
Noch einige Lehrstellen zu haben
Der «Abfallhai» ist nur eines der Tiere im «AntaSwiss-Zoo». Alle vereinen sie Design und Funktionalität. Der «Urban Tiger» steht für Stadt-Mobiliar wie Sitzbänke und ein Trinkbrunnen, der «Butterfly» für Mechatronik-Lösungen wie die omnipräsenten blauen Verkehrszähler-Kästen, die «LichtEule» für LED-Beleuchtungslösungen. «Nun kommt ein weiteres Tier dazu», sagt Marcel J. Strebel. Den Umzug nach Knonau wurde intern nämlich «Projekt Hase» genannt – in Anlehnung an die neue Adresse: Hasentalstrasse 3. Wo früher Mulden standen, wertet nun das neue Gebäude den Industriestandort an der Kantonsgrenze sichtlich auf. Die AntaSwiss hat sich hier langfristig eingemietet. Noch zu haben ist die 800 m grosse Halle im Erdgeschoss.
«Ich betrachte es als Privileg, in Knonau zu sein», sagt Marcel J. Strebel. Mit seinem Beratungsunternehmen «Oase der Emotionen» (Ode) ist er hier bereits seit 2011 auch gewerblich aktiv. Den Umzug der AntaSwiss AG begann er bereits vor zweieinhalb Jahren aufzugleisen: «Bei Neudispositionen haben wir Leute aus der Region bevorzugt.» Dieser langfristigen Planung ist zu verdanken, dass kein Know-how verloren geht. Sogar die Lehrlinge machen den Umzug mit. Für diesen Sommer sind allerdings noch einige Lehrstellen zu haben, insbesondere in den handwerklichen Berufen, also CAD-Konstrukteure und Produktionsmechaniker.


