«Ein junges aber lebendiges Dorf»

Über 150 Gäste nahmen am vergangenen Sonntag am Obfelder Begrüssungsbrunch teil. Damit war rund ein Viertel der in den letzten zwei Jahren Neuzugezogenen anwesend.

Der Mehrzwecksaal des Zentrums Brunnmatt war am Neuzuzügeranlass in Obfelden bis auf den letzten Platz besetzt.

Der Mehrzwecksaal des Zentrums Brunnmatt war am Neuzuzügeranlass in Obfelden bis auf den letzten Platz besetzt.

Vor staunendem Publikum übte die Feuerwehr Obfelden einen Rettungseinsatz, in einem Gebäude mit Rauchentwicklung. (Bilder Salomon Schneider)

Vor staunendem Publikum übte die Feuerwehr Obfelden einen Rettungseinsatz, in einem Gebäude mit Rauchentwicklung. (Bilder Salomon Schneider)

Gemeindepräsident Thomas Ammann begrüsste die Neuzugezogenen mit einem kleinen Auszug aus einem Geschichtsbuch: «Die fünf Weiler Ober- und Unterlunnern, Wolsen, Toussen und Bickwil sind 1847 von Ottenbach unabhängig geworden. Diese Unabhängigkeit hat sich für Obfelden ausbezahlt.» Um diese Aussage zu unterstreichen, las er eine Stelle aus einer Chronik von vor 1847 vor, in der sich die Bewohner der fünf Weiler über das «unselige, arbeitsscheue, trunksüchtige und fast städtische» Verhalten der Ottenbacher beschwerten. Was die Besucherinnen und Besucher des Neuzuzügerbrunchs erheiterte, zeigt den tiefen Graben auf, der damals zwischen den Ottenbachern und den zukünftigen Obfeldern geherrscht haben musste.

Starkes Bevölkerungswachstum

Im Anschluss erzählte Thomas Ammann etwas über das Wachstum der Gemeinde: «Als wir unabhängig wurden, hatten wir noch weniger Einwohner als Ottenbach. In den 1970ern waren es bereits halb so viele wie heute. Momentan sind es gut 5070 Einwohner und es wird weiter gebaut.» Nach der Begrüssung stellte Thomas Ammann den Gemeinderat und die Gemeindeschreiberin Evelyne Meier vor, welche die Verwaltung vorstellte. «Obfelden erfreut sich zahlreicherlebendiger Vereine, und damit diese erhalten werden und lebendig bleiben, werden sich einige Vereine jetzt vorstellen», schloss Thomas Ammann.

Obfelder Vereinskultur

Dominik Meister stellte den Musikverein Obfelden vor: «Der Musikverein Obfelden ist momentan eine Kleinformation – wir sind zur Zeit nur noch 12 Personen. Wenn ich in die Runde schaue, dann kann ich mir gut vorstellen, dass es einige Musiker unter euch hat. Wir proben immer am Montag, um 20 Uhr, im Singsaal Chilefeld. Ich würde mich sehr freuen, wenn Interessierte einfach einmal an einer Probe vorbeischauen würden.»

Davide Anderegg warb für den Turnverein: «Wenn man in eine neue Gemeinde zieht, braucht es immer etwas Akklimatisierungszeit. Im Turnverein oder an einem unserer Anlässe, lässt es sich super vernetzen und vielleicht haben Sie ja Lust in einer unserer zahlreichen Turngruppen mitzumachen.» Das nächste Obfelder Tur-nerchränzli findet an den letzten beiden Samstagen im November statt.»

Antoinette Hess berichtete über den gemeinnützigen Frauenverein: «Unser Verein ist über 100 Jahre alt und hat über 150 Mitglieder. Wir machen zahlreiche Aktivitäten, bei denen für fast alle etwas dabei ist.»

Käthi Kälin vom Samariterverein meinte ganz direkt: «Wir sind jedes Jahr an 23 Anlässen in Obfelden auf Posten und brauchen Nachwuchs.»

Sämi Schneebeli hatte zur Vorstellung der Feuerwehr eine kleine Ernstfallübung vorbereitet. Gebannt sahen die Anwesenden zu, wie ein Figurant vom Atemschutztrupp aus dem mit Rauch gefüllten Feuerwehrgebäude geborgen wurde, während Sämi Schneebeli den Einsatz kommentierte.

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