Ein potenzieller Lebensretter, der rund um die Uhr zugänglich ist
Er dürfte im Säuliamt der erste seiner Art sein, der 24 Stunden am Tag öffentlich zugänglich ist, der neue Defibrillator vor dem Gemeindesaal in Hausen. Er ist für öffentliche Veranstaltungen im Saal gedacht, für Nutzer der Turnhallen und andere.

Wenn das Herz aufhört zu pumpen, zählt jede Minute. Mittels Herz-Druck-Massage lässt sich zwar ein Not-Blutkreislauf aufrechterhalten. Nach drei bis fünf Minuten sollte dann allerdings ein Defi beim Patienten sein. «Das ist das Ziel», erklärt Rettungssanitäter Othmar Zimmermann. Kein Wunder also, werden öffentliche Gebäude vermehrt mit automatisierten externen Defibrillatoren – kurz: AED – ausgestattet. Vor dem Gemeindesaal Hausen hängt jetzt das erste Gerät im Säuliamt, das rund um die Uhr frei zugänglich ist.
Wie ist es dazu gekommen? Die Initiative sei von der Leitung der Frauenriege ausgegangen, verrät Liegenschaftenvorsteherin Beatrice Sommerauer. Weil die Liegenschaften am Ende der Schulhausstrasse gemeinsam genutzt werden, hat die Gemeinde die Sekundarschule mit ins Boot geholt. Als idealer Standort wurde der Eingangsbereich des Gemeindesaals evaluiert – und zwar nicht innen, sondern aussen, für alle zugänglich. Selbst für die reformierte Kirche ist das Gerät somit in Reichweite.
Die Anwendung ist selbsterklärend
Temperaturen zwischen 5 und 30 Grad hält der AED aus. Für den Fall, dass es unter dem Vordach des Gemeindesaals kälter oder heisser werden sollte, kann die Verkleidung selber leicht temperieren oder ventilieren. Das eigentliche Gerät senkt sich auf Knopfdruck aus dem Kasten herab. Othmar Zimmermann, der den AED vermittelt hat und als Fachinstruktor auch dessen Verwendung lehrt, demonstriert es. Die Anwendung sei selbsterklärend: Einschalten und den Anweisungen des Geräts folgen. Falsch machen könne man dabei kaum etwas. Das Gerät ermöglicht nur dann eine Schockabgabe, wenn es seinen eigenen Messungen gemäss angebracht ist. Deshalb darf auch jeder und jede das Gerät holen und einsetzen, wenn man auf eine bewusstlose Person trifft, die nicht atmet.
«Ich hoffe, wir brauchen den Defi nie», sagt Beatrice Sommerauer. Für alle Fälle werden sechs Mitarbeiter, die besonders häufig vor Ort sind, im Umgang mit dem Gerät geschult. «Sie sollen wissen, wie bedienen, damit sie die Angst verlieren», erklärt Martin Wälti, der in der Sekundarschulpflege für die Liegenschaften zuständig ist.


