Eine gelungene Leistungsschau
Vielbeachtete Schussübung der Feuerwehr Knonaueramt Süd in Maschwanden
Auf der Wiese neben dem Haselbach in Maschwanden hantierten zwei Feuerwehrleute aus dem «First Responder»-Detachement im Scheinwerferlicht an einer Puppe. Sie supponiert einen Schwerverletzten, der mit dem Auto in den Bach gestürzt war. Es galt, das Unfallopfer mittels Beatmung und Defibrillator wieder ins Diesseits zurückzuholen. Im Hintergrund eine bizarr anmutende Geräuschkulisse aus Kindergelächter und Raunen der Schaulustigen auf Dorfstrasse... die Schlusssequenz der rund 50 Minuten andauernden Übung der Feuerwehr Knonaueramt Süd. Oder, wie es Ausbildungschef Martin Pfister ausdrückte, die Leistungsschau. In der Übungsbesprechung mit den Feuerwehroffizieren äusserte sich Pfister begeistert über den «super Ablauf» der Schlussübung.
Komplexe Szenarien
Die Situation war komplex. Als die Feuerwehrleute um 19.30 Uhr aus Maschwanden, Mettmenstetten und Knonau anrückten, erwarteten sie vier unterschiedliche Aufgabenstellungen. Bei völliger Dunkelheit galt es zunächst einen Brand mit starker Rauchentwicklung im Schulhaus Maschwanden zu bekämpfen. Das Wasser dazu musste aus dem Haselbach gepumpt werden. Im Gebäude mussten zudem mit Atemschutz zwei Personen gesucht und gerettet werden – eine davon über die Leiter. Danach wurde eine Unfallbergung vorgenommen. Ein Auto mit Anhänger, auf dem sich ein grosses Ölfass befand, war in den Haselbach gestürzt. Im Gewässer musste eine Ölsperre errichtet werden und das Gespann zuerst gesichert und dann geborgen werden. Die letzte Szene galt schliesslich der eingangs beschriebenen Erstversorgung des Unfallopfers. Beeindruckend war, wie geordnet und speditiv unter dem Kommando von Markus Tschan und seinem Vizekommandant Stefan Kämpfer die verschiedenen Szenarien angegangen wurden. Und: Wie viele Zuschauer die Vorstellung anlockte.








