«Eine gute Investition in die Zukunft»

Genau 45 Jahre nach der ersten Einweihung des Schulhauses Ennetgraben in Affoltern konnte am vergangenen Samstag die totalsanierte Anlage erneut eingeweiht werden. Das neue Schulhaus bietet sieben zusätzliche Schulzimmer und einen grossen Mehrzweckraum.

Abgesehen vom neuen Anstrich ist von aussen von der Totalsanierung nicht viel zu sehen. Es wurden primär die «inneren Werte» erneuert. (Bilder Salomon Schneider)

Abgesehen vom neuen Anstrich ist von aussen von der Totalsanierung nicht viel zu sehen. Es wurden primär die «inneren Werte» erneuert. (Bilder Salomon Schneider)

Die Tambourengruppe Trümmlig und die Jumba, Jugendmusik Bezirk Affoltern, sorgten für die musikalische Untermalung des Einweihungsfests.

Die Tambourengruppe Trümmlig und die Jumba, Jugendmusik Bezirk Affoltern, sorgten für die musikalische Untermalung des Einweihungsfests.

Auch die Zürcher Bildungsdirektorin, Silvia Steiner, hielt sich per App über die Feierlichkeiten auf dem Laufenden.

Auch die Zürcher Bildungsdirektorin, Silvia Steiner, hielt sich per App über die Feierlichkeiten auf dem Laufenden.

18 Monate lang wurde im Schulhaus Ennetgraben gebaut, in drei Etappen – während des laufenden Schulbetriebs. Marlyse Blatter, die Präsidentin der Sekundarschulpflege Affoltern-Aeugst bedankte sich anlässlich der Einweihung vom vergangenen Samstag bei allen Beteiligten: «Für Lehrer, Schüler und Bauteam war es eine anstrengende Zeit, in der mehrfach umgezogen werden musste und immer wieder Geduld gefragt war. Ein spezieller Dank gebührt dem ehemaligen Schulleiter, Andreas Spinner, ohne dessen Engagement es wohl bei der Pflästerlipolitik bezüglich Sanierung geblieben wäre.»

22 Millionen Franken in die Totalsanierung investiert

Totalsanierung bedeutet, dass die gesamten Leitungen, die Haustechnik und die Isolation erneuert wurden. Zudem erhielt das Schulhaus einen neuen Anstrich. Die alten Wandtafeln wurden abmontiert – an ihrer Stelle befinden sich jetzt Projektionsflächen.

Da zwei Abwartswohnungen in Schulraum umgewandelt wurden, bietet das Schulhaus nun sieben zusätzliche Schulzimmer und einen neuen Gruppenraum, in dem mehrere Klassen zusammen arbeiten können. Die Gesamtkosten der Totalsanierung beliefen sich auf 22 Millionen Franken.

Auf das Nötige fokussiert

Silvia Steiner, die Bildungsdirektorin des Kantons Zürich, liess es sich nicht nehmen, das totalsanierte Schulhaus einzuweihen. Sie strich heraus, dass das Totalsanierungsprojekt sehr haushälterisch gewesen sei: «Energetisch entspricht das Schulhaus nun den Anforderungen der 2000-Watt-Gesellschaft und der Schulraum konnte erweitert und modernisiert werden. Dabei wurde auf Luxus verzichtet und auf das Nötige fokussiert. Es ist eine gute, zukunftsträchtige Investition, die getätigt wurde.» Im Kanton Zürich gebe es 650 Schulhäuser – und zusätzlich 880 Kindergärten. Ein Grossteil sei nicht von einem Bildungsdirektor eingeweiht worden: «Dem Schulhaus Ennetgraben ist diese Ehre nun zum zweiten Mal zuteil geworden, da es bereits 1971 von einem Amtsvorgänger eingeweiht worden ist.»

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