Energiewende im Säuliamt

Was die Anzahl betrifft, ist Affoltern mit 43 Fotovoltaikanlagen Spitzenreiter im Bezirk, leistungsmässig schwimmt Knonau mit einer Jahresproduktion (2014) von 1271 Megawattstunden obenauf.

Die Sonnenenergie nutzen – wie hier im Margel in Knonau. (Bild Thomas Stöckli)
Die Sonnenenergie nutzen – wie hier im Margel in Knonau. (Bild Thomas Stöckli)

Im letzten Jahr lieferte die Sonne im Bezirk Affoltern 4400 Megawattstunden (MWh) Strom. Das entspricht in etwa dem Verbrauch von 1000 Vierpersonen-Haushalten. Dieses Jahr wird die Zahl nochmals deutlich höher ausfallen. Nicht nur wegen der vielen Sonnentage: In der ersten Jahreshälfte wurden zusätzliche 33 Anlagen installiert. Damit scheint sich die Entwicklung der letzten Jahre fortzusetzen: 58 Fotovoltaikanlagen wurden im Jahr 2013 im Säuliamt ans Stromnetz angeschlossen. 2014 waren es sogar noch zehn mehr. In den letzten zweieinhalb Jahren hat sich die Anzahl Anlagen somit von 154 auf 313 verdoppelt.

Die installierte Nennleistung im Säuliamt beträgt per Juni 2015 fast sieben Megawatt, wie die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich auf Anfrage mitteilten. Der grösste Teil des Sonnenstroms kommt aktuell aus Knonau (1215 kW). Dort schenkt insbesondere die Fotovoltaikanlage auf der Remise von Martin Röthlisberger an der Schützenhausstrasse mit 314 kW mächtig ein. Für ihn sei eben jeder Tag «Sonn-Tag», sagt der Bauer und Solarstrom-Freak. Auch in Hedingen macht sich eine Anlage in der Landwirtschaftszone mit 295 kW massiv bemerkbar.

Zuversichtlich stimmt, dass heute bei jedem Neu- oder Umbau mit grosser Dachfläche die Installation von Solarzellen zumindest erwogen wird. «Und es lohnt sich auch», sagt Martin Röthlisberger.

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