Gelebtes Brauchtum und Gemütlichkeit
Gut besuchter Mühlentag in der Aumüli mit Gästen aus der nahen und fernen Umgebung
Am vergangenen Wochenende gab es verschiedene Angebote, um sich zu vergnügen. Die einen besuchten das Schwingfest, die anderen standen im Stau vor dem Gotthard, und die ansehnliche Zahl von geschätzt 1000 Interessierten reiste in die Aumüli bei Stallikon. Im Rahmen des Schweizer Mühlentags fand dort der traditionelle Mülitag statt mit Attraktionen und Unterhaltung für Jung und Alt. Trotz kühler Temperaturen und schlechter Wetterprognose strömten die Gäste schon am Vormittag von nah und fern in den beschaulichen Weiler. Unter dem Motto «Brauchtum und Kultur, gelebtes Handwerk und Verbundenheit zur Heimat» gab es für alle Generationen etwas zu sehen, zu erleben und zu geniessen.
Natürlich drehte sich das grosse Wasserrad und betrieb die Mühle sowie die Gattersäge. Im Mahlraum konnten die Besuchenden sehen, wie Getreidekörner zu Mehl gemahlen werden. Auch die Schnapsbrennerei war in Betrieb, und an den Webstühlen entstanden durch zwei Weberinnen wunderschöne Stoffe. Zudem konnte man beim Schmieden, Sackmalen, Riemensticken, Dengeln, Korbflechten oder Besenbinden zuschauen. Bei Letzterem entstanden gemäss Aussage des Hobbyhandwerkers aus Birkenzweigen «lautlose Konkurrenten der Laubbläser». Die Gäste waren sehr interessiert und kamen mit den Handwerkerinnen und Handwerkern gerne ins Gespräch, kauften an Ständen regionale Produkte ein oder vergnügten sich beim Pétanquespiel. Für die zahlreichen Kinder hatte der Familienklub Stallikon einen Parcours organisiert, der sie motivierte, sich ihrerseits aktiv beim Handwerk zu betätigen.
Gute Gespräche und Begegnungen
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt, mit Grilladen und einem umfangreichen Kuchenbuffet. Das gemütliche Zusammensein wurde musikalisch umrahmt von den Jungjodlern des Jodlerklubs am Albis, der Musikgesellschaft Stallikon und der Schwyzerörgeli-Gruppe Schlieren. Bis um halb zwei Uhr verzogen sich die Wolken immer wieder, doch dann entluden sie sich kurz und intensiv. Für einige Gäste war das der Moment, um den Heimweg anzutreten, andere suchten unter den grossen Vordächern Schutz und halfen mit, die letzten Würste und Kuchen zu essen. Die Mitglieder des Organisationskomitees waren sehr zufrieden und freuten sich über den guten Besuch.
Ferdinand Gramsamer, Präsident der Stiftung Aumüli, betonte auch die Mitarbeit der vielen Freiwilligen. «Über 50 Helferinnen und Helfer tragen heute dazu bei, dass dieser Anlass möglich ist. Das ist toll.»
Der Präsident des Vereins Aumüli, Hugo Lombriser, war glücklich über das mehrheitlich trockene Wetter und sagte am Abend zusammenfassend: «Eine Stunde Regen, das war nicht so schlimm. Dieser Tag war eine gefreute Sache mit vielen interessierten Menschen, guten Gesprächen und schönen Begegnungen.»










