«Ich bin ein Macher, der gerne Verantwortung trägt»
Christoph Lüthi (62), parteilos, bisher

Ich bin ein sozial denkender Mensch mit einem grossen Gerechtigkeitssinn. Ich unterstütze jeden demokratischen Prozess, da ich unser demokratisches System genial finde.
Gleichzeitig bin ich ein Macher, der gerne Verantwortung trägt, jedoch Entscheidungen vorgängig immer kritisch hinterfragt, damit die Auswirkungen möglichst gut bekannt sind. Ich lebe im Jetzt und denke in die Zukunft, damit eine nachhaltige Entwicklung gewährleistet ist. Ich mag Menschen, mit all ihren Ecken und Kanten und versuche, ihnen einen Platz zu geben. Ewige Kritiker, welche sich nicht am gesellschaftlichen Zusammenleben beteiligen, finde ich anstrengend.
Rifferswil soll sich weiter entwickeln als aktive Gemeinde. Ich möchte nicht die steuergünstige Oase werden, sondern eine Oase, worin sich die Bevölkerung wohlfühlt und stolz ist, hier leben zu dürfen. Wenn die Gemeinde genügend finanzielle Mittel hat, kann sie der Bevölkerung auch einiges ermöglichen und zum Wohlbefinden beitragen. Mein Ziel ist es daher, dass wir es schaffen, trotz Wachstum ein aktives Dorf zu bleiben. Die angefangenen Projekte gilt es in der kommenden Legislatur umzusetzen. Die flächendeckende 30er-Zone, die Bau- und Zonenordnung, die ausstehenden Überarbeitungen von Verordnungen, die Umsetzung der Liegenschaftsstrategie, ein neuer moderner Werkhof und Entsorgung, eine professionelle und motivierte Verwaltung sind wichtige Ziele der nächsten Legislatur.
Die Digitalisierung der Verwaltung ist schon lange ein Ziel, welches wegen Ressourcenknappheit nie umgesetzt werden konnte. Als Dorf von nationaler Bedeutung sind wir in vielen Bauvorhaben auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit Ortsbildschutz, der Denkmalpflege und dem Heimatschutz angewiesen, welche es zu verbessern gilt. Die Vielfalt an Aufgaben lässt kaum Raum für strategische Überlegungen, daher müssen in Zukunft genügend Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.
Der gute Zusammenhalt in der Bevölkerung, der es ermöglicht, eine solch aktive Gemeinde zu sein. Der Grundsatz Qualität vor Quantität in allen Belangen darf nie verloren gehen. Die ländliche Idylle mit innovativ denkender Bevölkerung soll gefördert werden und bestehen bleiben. Trotz dieser Wünsche nach Stetigkeit bleibt die Zeit nie stehen, darum ist es mir wichtig, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und in gute Bahnen zu lenken.
Ich bin ein Freund von dezentralen kleinen Einheiten, welche ihre speziellen Eigenschaften haben. Jede Gemeinde hat ihre eigenen speziellen Bedürfnisse und die können nur dezentral befriedigt werden. Alle allgemeinen Aufgaben, die nicht spezifisch sind für Rifferswil, können und sollen gemeinschaftlich gelöst werden. Dies haben wir bereits in vielen Belangen durch Anschlussverträge (Steueramt), durch interkommunale Anstalten (Dileca, Sozialdienst, KESB), Vereine mit Leistungsaufträgen (Spitex, Standortförderung) und Kooperationen (Feuerwehr). Rifferswil soll autonom bleiben und eine eigene Verwaltung mit Einwohnerkontrolle, Bauamt, Finanzabteilung und Werkhof haben, jedoch Kooperationen eingehen, ohne seine Eigenständigkeit zu verlieren.
Als Gemeindepräsident ist es mir wichtig, die Gemeinderäte immer wieder zu motivieren, wo immer nötig zu unterstützen und zu begleiten. Klare Entscheidungen und Kommunikationswege sind sicherlich ein Garant für wenig Interpretationsspielraum. Teambuilding und respektvoller Umgang mit verschiedenen Meinungen fördert gute politische und demokratische Entscheide.
Eigenständig zu bleiben, ist sicherlich eine der grössten Herausforderungen. Damit meine ich, gute Arbeitskräfte in der Verwaltung zu finden, gute und genügend Behördenmitglieder zu finden, um die immer grösser werdenden Anforderungen auch in Kleinstgemeinden zu meistern.
Als zweitgrösste Herausforderung sehe ich das Wachstum und seine mögliche ungünstige Veränderung. Zu diesem Thema habe ich noch keine wirkliche Lösung und bin mit verschiedensten Stellen an der Erarbeitung einer guten Strategie.
Ende Januar wird die Eigentumsübertragung per 1. Februar 2026 notariell beglaubigt. Um den Werkhof an der Dorfstrasse 4 anzusiedeln, müssen noch kleine Umbauarbeiten stattfinden. Danach soll der Werkhof im 2027 in den neuen Räumlichkeiten Einzug halten.
Gleichzeitig muss die Abfallverordnung überarbeitet und die neue Abfallsammelstelle geplant und gebaut werden. Die weitere Nutzung ist noch im Entstehen begriffen, da stehen wir noch nicht unter Zeitdruck, da bestehende langjährige Verträge eingehalten werden müssen.


