«Ich bin im Amt gut vernetzt und kenne die regionalen Herausforderungen»
Gisèle Stoller Laubi (54), parteilos, bisher

Seit beinahe zwei Amtsperioden leite ich erfolgreich das Ressort Soziales und habe mir in dieser Zeit fundierte Kompetenzen für den nächsten Schritt erarbeitet. Die lösungsorientierte Zusammenarbeit in unterschiedlichen Gremien ist mir ebenso vertraut wie die Abläufe und Entscheidungsprozesse innerhalb der Gemeindeverwaltung. Durch meine langjährige Tätigkeit bin ich im Amt gut vernetzt und kenne die regionalen Herausforderungen. Ich agiere und führe kooperativ und bin entscheidungsfreudig. Als Mitglied der Geschäftsleitung im KMU meiner Familie mit 25 Mitarbeitenden bringe ich zudem unternehmerisches Denken, Pragmatismus und Verantwortungsbewusstsein ein. Ich verstehe mich als teamfähige, loyale und umgängliche Persönlichkeit.
Angesichts von vier neu zu besetzenden Sitzen sehe ich eine wichtige Aufgabe darin, die neuen Gemeinderäte rasch und sorgfältig zu integrieren und das Gremium auf einen gemeinsamen Kurs auszurichten. Ein wesentliches Anliegen ist die Begleitung und Sicherstellung einer geordneten Übergabe (im Baurecht) der Liegenschaft Chloster an die Genossenschaft Dorfkern. Weiter gilt es, die mittelfristige Planung für den Umzug des Werkhofs sowie die Erweiterung des Jugendraums vorausschauend anzugehen. Im Bereich Wohnen im Alter strebe ich einen massvollen Ausbau des Dienstleistungsangebots an. In der Sozialhilfe sehe ich Potenzial bei der schnelleren Ablösung von Klienten. Ein kostenbewusster Mitteleinsatz, die konsequente Fortsetzung des Schuldenabbaus und der Erhalt eines gesunden Finanzhaushalts bilden dabei die Grundlage für eine prosperierende Entwicklung unserer Gemeinde.
Der allgemeine Geburtenrückgang stellt insbesondere kleine Schulen vor spürbare Herausforderungen. Um schwachen Schülerzahlen und den Auswirkungen der demografischen Entwicklung zu begegnen, soll die Familienfreundlichkeit gezielt gestärkt werden. Mit der bereits eingesetzten Arbeitsgruppe «Frühe Kindheit» sollen Handlungsoptionen geprüft und Massnahmen entwickelt werden.
In unserer Gemeinde wird innerhalb der Behörden ein respektvoller und kooperativer Umgang gepflegt. Gleichzeitig dürfen wir auf das wertvolle, freiwillige Engagement vieler engagierter Bürgerinnen und Bürger zählen. Diese Qualitäten sind ausschlaggebend für eine lebendige und gut funktionierende Dorfgemeinschaft. Nennenswert ist auch die Förderung nachhaltiger und ökologischer Projekte.
Die lokale Gestaltungsfreiheit und die Mitsprache der Bevölkerung stellen für mich zentrale Werte dar. Die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden wird bereits in verschiedenen Bereichen (Feuerwehr, Gesundheit, Soziales usw.) erfolgreich gehandhabt und soll bei Bedarf auch weiterhin als Variante geprüft werden. Ich sehe darin grundsätzlich keinen Widerspruch, solange wir diese Entscheide autonom fällen können.
Indem ich den Ressortvorstehenden mit Respekt und Vertrauen begegne, ihnen Gestaltungsraum gewähre und unterstützend beistehe, wenn es die Situation erfordert. Gleichzeitig erwarte ich umgekehrt, dass sie sich als Teil eines Ganzen sehen und sich kollegial einbringen und wir gemeinsam tragfähige Lösungen erarbeiten.
Die zentrale Herausforderung liegt in der sorgfältigen Priorisierung der zahlreichen und vielfältigen Aufgaben und deren Umsetzung mit den bestehenden Ressourcen. Dafür braucht es Aufmerksamkeit, Beweglichkeit und den Mut, klare Schwerpunkte zu setzen.
Als aktive und erfahrene Gemeinderätin habe ich eine realistische Vorstellung davon, welche Verantwortung das Amt der Präsidentin mit sich bringt. Die enge Verbundenheit mit unserer attraktiven und lebenswerten Gemeinde sowie die Motivation, mich weiterhin für eine starke lokale Demokratie einzusetzen, prägen mein Engagement, und ich stelle mich deshalb sehr gerne zur Verfügung. Für das bisher entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich bei den Wählerinnen und Wählern herzlich und würde mich freuen, auch am 8. März auf ihre Unterstützung zählen zu dürfen.


