In der Bodensee-Arena spielt Leo Kälin den «7-Klarinetten-Ländler»
Die Kapelle Leo Kälin aus Obfelden am Samstagabend zu Gast in der SF-1-Sendung «Viva Volksmusik»

219 Stücke hat der 82-jährige LeoKälin in seiner unvergleichbaren musikalischen Laufbahn komponiert. Diese begann vor 70 Jahren in der Rifferswiler «Post» – und dort feierte Leo Kälin im November 2015 dieses seltene Jubiläum, wo dann auch ein Überraschungsgast auftauchte: Nicolas Senn, Präsentator von «Viva Volksmusik». Er lud den Obfelder damals in die Sendung ein, die morgen Samstagabend ab 20 Uhr in Kreuzlingen über die Bühne geht.
Am letzten Mittwochabend um 18.45 Uhr dieser Woche mussten Leo Kälin und seine Mitspieler – Sohn Richard (Handorgel), Walter Ricken-bacher (Handorgel) und Guido Bürgler (Bass) – zur Probe antreten. Und der Produzent der Sendung, Marcel Beer, kam für ein Interview nach Obfelden. Nervös, Leo Kälin? Er wippt mit dem Kopf hin und her und sagt dann: «Ja, ein bisschen. Ein bisschen schwingt aber auch die Angst mit, dass beim Instrument während des Einsatzes eine Feder den Dienst versagt».
Alle zwölf Tonarten
Nun, diese Angst ist zumindest in der Bodensee-Arena unbegründet: Die Aufnahmen erfolgen vor der Livesendung. Leo Kälin und seine Mitspieler müssen aber darauf achten, synchron zu spielen – auch nicht ganz einfach. Aber, aber auch hier darf angemerkt werden: Die nötige Routine ist vorhanden. Weit über zehn Fernsehauftritte und hunderte vor viel Publikum haben die Mitglieder der Kapelle Leo Kälin hinter sich. Und da dürfte auch der anspruchsvolle «7-Klarinetten-Ländler» kein Problem sein – ein von Leo Kälin komponiertes Stück, bei dem alle zwölf Tonarten vorkommen und der Meister das Instrument innerhalb von viereinhalb Minuten sieben Mal wechseln muss! Interessant, dass ihn vor mehr als 30 Jahren Wysel Gyr bei einem seiner zahlreichen Besuche in Obfelden dazu ermunter hat. «Er hat mir damals auch verraten, wo ich die noch fehlende H-Dur-Klarinette erwerben kann – in Einsiedeln.» Die Uraufführung des «7-Klarinetten-Ländlers erfolgte dann 1985 in einer Sendung von Wysel Gyr.


