In der Nacht 250 Tonnen nach Obfelden bewegt

Mit einem Spezialtransportfahrzeug wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ein 250 Tonnen schwerer Transformator von Gebenstorf ins EW-Unterwerk nach Obfelden gebracht – ein logistischer Kraftakt.

Der Abbieger beim Restaurant Hirschen – das letzte Hindernis vor dem Unterwerk. (Bild Werner Schneiter)
Der Abbieger beim Restaurant Hirschen – das letzte Hindernis vor dem Unterwerk. (Bild Werner Schneiter)

Für 3 Uhr in der Früh war die Ankunft beim Unterwerk in Obfelden angesagt – mit gut zweistündiger Verspätung traf der Spezialtransport schliesslich ein. Dieser begann im ABB-Werk Deutschland in Bad Honnef und führte mit einem Ledischiff auf dem Rhein nach Basel. Danach gings auf dem Landweg weiter nach Gebenstorf und am zweiten Tag nach Obfelden.

Unzählige Hindernisse

Rückstände auf die Marschtabelle sind in solchen Fällen keine Ausnahme, weil es viel Vorarbeit zu verrichten und es unterwegs unzählige Hindernisse zu überwinden gilt. Der 10-Achser, ein veritabler Tatzelwurm, ist zwar auf jeder Achse steuerbar, das gesamte Gefährt jedoch gegen 80 Meter lang und vier Meter hoch. Abzweigungen, Kreisel, Trottoirs und Verengungen machen Passagen zum Geduldspiel. So mussten unterwegs zahlreiche Strassenpfosten, Signaltafeln, Leitplanken und anderes temporär entfernt und Parkplätze gesperrt werden. Auf Landflächen, für die Erweiterung des Radius’ benötigt wurden, legten Helfer feste Unterlagen aus. Ein 250 Tonnen schwerer Transformator lastet natürlich schwer, dazu kommen in der Betriebsphase noch 90 Tonnen Öl.

Das Einmanövrieren ins Unterwerk forderte von Pendlern Geduld, denn die Endphase des Transports erstreckte sich in die Rushhour. So bildeten sich zwischen 5 und 6 Uhr vor dem Autobahnanschluss in Affoltern Kolonnen.

Eigentümerin des Transformators, einem Phasenschieber, ist das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich, das zusammen mit den EKZ, Axpo und Swissgrid in Obfelden domiziliert ist. Der neue Stahl-Koloss hat 250 Mega-Volt-Ampère (MVA), wesentlich mehr als der alte. Sein Preis: gegen 8 Mio. Franken.

Weitere Artikel zu «Bezirk Affoltern», die sie interessieren könnten

In Stallikon geht es bei der Abstimmung über den Neubau einer Mehrzweckhalle und eines Schulhauses um das grösste Bauprojekt in der Geschichte der Gemeinde: Profilstangen beim Schulhaus Pünten, die die Dimension der Neubauten anzeigen. (Archivbild
Bezirk Affoltern31.08.2026

Anhaltende Diskussion um Stalliker Schulraum-Projekt

Infoabend deutet auf spannende Urnenabstimmung im September hin
Die drei attraktivsten Wohngemeinden in der Region Zürich-Aargau-Schaffhausen sind gemäss der UBS-Studie Aarau vor Baden und Schaffhausen («weit überdurchschnittlich»). Die Wohnattraktivität im nördlichen Säuliamt wird in sechs Gemeinden als
Bezirk Affoltern31.08.2026

Nicht jede Säuliämtler Gemeinde ist als Wohnort gleich attraktiv

Die UBS veröffentlicht zum zweiten Mal ihren Wohnattraktivitätsindikator
Baustelle in Aeugst: In der UBS-Studie ist die Gemeinde eine von sechs Ortschaften im Bezirk Affoltern mit einer "überdurchschnittlichen" Wohnqualität. (Bild Daniel Vaia)
Bezirk Affoltern31.08.2026

Einkommen beeinflusst Wohnattraktivität

Fortsetzung von Seite 1: «Nicht jede Säuliämtler Gemeinde ist als Wohnort gleich attraktiv»