Kabäuschen erwandern und zeichnen

Sommerwettbewerb: Hütten und Schuppen im Knonauer Amt

Aeugstertal.

Aeugstertal.

Zeichnung von Katharina Proch des Rebhüslis in Obfelden. Zeichnungen können auf Anfrage bei ihr gekauft werden. (Bild zvg)

Zeichnung von Katharina Proch des Rebhüslis in Obfelden. Zeichnungen können auf Anfrage bei ihr gekauft werden. (Bild zvg)

Affoltern.

Affoltern.

Vorderruttenberg.

Vorderruttenberg.

Maschwanderried. (Bilder Katharina Proch)

Maschwanderried. (Bilder Katharina Proch)

«Erwandert man das Säuliamt und seine unmittelbare Umgebung, so finden sich da und dort an den Wegrändern noch kleine alte Hütten», schrieb die Obfelder Künstlerin Katharina Proch im Begleitheft zur Fotoausstellung in der Galerie Märtplatz in Affoltern im Juni 2021. Liebevoll nennt sie diese Relikte aus alten Zeiten «Kabäuschen» – eine Wortschöpfung aus Kabuff und Häuschen, mit der Bedeutung «sehr kleines, enges Zimmer, eine winzige Hütte oder eine Abstellkammer».

Katharina Proch, aufgewachsen als Trümmerkind im Nachkriegsdeutschland, hat ein Auge für Zeitzeugen, die unspektakulär Geschichten von früher erzählen. «Was den Reiz alter Hütten und Scheunen ausmacht, ist ihre Geschichte. Sie erzählen von harter Arbeit, Verbundenheit mit der Natur und der Verwurzelung in der Heimat. In uns lösen sie verborgene Empfindungen und Erinnerungen aus.»

Rund 200 solche Kabäuschen hat Katharina Proch seit 2014 zusammen mit ihrem Mann im Knonauer Amt und im Auenland Maschwander Ried erwandert und fotografiert. «Oft übersieht man diese Relikte aus der Vergangenheit, sind sie doch heute ihrer ursprünglichen Funktion enthoben. In ihrer Einfachheit sind sie Zeugen einer nicht wiederkehrenden Zeit, funktionell und schmucklos. Wir finden sie dort, wo der Mensch Schutz suchte vor Wetterlaunen und Ruhepausen einlegen konnte. Jetzt beherbergen sie vorwiegend Ausgemustertes, Dinge, für die der Mensch keine Verwendung mehr hat, von denen er sich aber nicht trennen kann.»

Mit Bedauern meint sie: «Einige von ihnen sind inzwischen der Zeit zum Opfer gefallen und haben aus verschiedenen Gründen weichen müssen. Andere haben einen Liebhaber gefunden und ein neues Outfit erhalten.»

Katharina Proch hat auch Kabäuschen gezeichnet und in Aquarell gemalt. Als Fotos, Zeichnungen oder Bilder bleiben sie erhalten, auch wenn sie der regen Bautätigkeit im Knonauer Amt zum Opfer fallen.

Gern übernehmen wir die Idee von Katharina Proch und wollen die Leserschaft motivieren, während der Sommerferien auf «Kabäuschen-Suche» zu gehen, um einerseits herauszufinden, welche der zwölf abgebildeten Hütten erhalten geblieben und welche verschwunden sind. Anderseits gilt es, selbst Hüttenmotive zu zeichnen. Eine solche Ämtler Entdeckungsreise macht bestimmt auch Kindern Spass.

 

 

Teilnehmen am Sommerwettbewerb

Nehmen Sie an unserem Hütten-Wettbewerb teil und gewinnen Sie je einen Manor-Gutschein im Wert von 50 Franken.

Wettbewerb 1: Finden Sie heraus oder schätzen Sie, wie viele der zwölf abgebildeten Hütten heute noch existieren, und senden Sie uns Ihre Lösung.

Wettbewerb 2: Schicken Sie uns Ihre Zeichnung, auch von Kindern, einer der noch existierenden Hütten.

Einsendeschluss für beide Wettbewerbe ist der 14. August. Bitte senden Sie Ihre Antworten bzw. Ihre Zeichnung per E-Mail an redaktionaffoltern@chmedia.ch. Unter allen fristgerecht eingegangenen Einsendungen wird pro Wettbewerb je einen Manor-Gutschein im Wert von 50 Franken verlost, zusätzlich einer für Kinderzeichnungen. Die Gewinnerinnen oder Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung oder ein Umtausch der Preise ist nicht möglich. Mitarbeitende von CH Media sowie deren im gleichen Haushalt lebende Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Die Redaktion

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