Kirchenbau Bonstetten: Innenausstattung bereits weit fortgeschritten
Der Chor ist ausgestattet, die Bänke stehen, nun läuft in der neuen katholischen Kirche Bonstetten der Orgelaufbau. In einer Woche kommen dann noch die Passionsreliefs dazu.

Am Montagmorgen fuhr der Lastwagen aus der Innerschweiz in Bonstetten vor. Geladen waren Altar, Lesepult und Taufbecken, sowie diverse weitere Objekte, welche Künstler Luke Gasser – teilweise in Zusammenarbeit mit Steinmetz Norbert Lussi – für die neue katholische Kirche Bonstetten kreiert hat. Das Thema: rustikal belassenes Pappelholz, das wie zwei Hände eine gestockte Steinplatte trägt und umfasst. Ein Hohlraum im Inneren des Altars bietet künftig Platz für eineReliquie vom heiligen Mauritius, Namensgeber der Kirche.
Ebenfalls am Montag begann der Einbau der Kirchenbänke und -stühle. Die Lehnen und Sitzflächen sind aus Fichtenholz fast ohne Astlöcher, die Streben dazwischen aus Eschenholz gefertigt. Seit Dienstag läuft der Wiederaufbau der bisherigen, nun frisch revidierten Orgel. In vier Tagen will Josef Moor von Orgelbau Hauser, Kleindöttingen, den Aufbau mit bis zu drei Helfern durchziehen. Keine einfache Sache bei einem Instrument mit 900 Pfeifen. Es gilt, rund 10000 Teile an den richtigen Ort zu bringen. Moor sollte wissen, wie es geht, war er doch bereits in die Produktion und ursprüngliche Montage der Orgel involvierti.
Mit der Montage ist die Arbeit allerdings längst noch nicht getan. So ist fürs Stimmen nochmals eine gute Woche eingeplant. Nach der Revision präsentiert sich die mechanische Orgel dafür fast neuwertig. Das Instrument könne durchaus 200 Jahre alt werden, stellt Moor in Aussicht.
Das grosse Altarkreuz hängt bereits seit Samstag. Voraussichtlich in einer Woche sollen die Bronzereliefs der 14 Stationen des Leidenswegs Christi ihren Bestimmungsort an der Wand neben dem Chor einnehmen. Zur Kirchweihe vom 5. Juni sind es schliesslich nur noch gut drei Wochen.


