Kleine Emme ist ausschlaggebend
Wassermassen in der Reuss werden bei Hochwasser von der kleinen Emme determiniert

Nach dem verheerenden Hochwasser vom August 2005 wurden zahlreiche Massnahmen ergriffen, um zukünftige Hochwasserkatastrophen zu vermeiden. 2011 wurde in Luzern das erneuerte Reusswehr eröffnet, das seitseinem Bau 1861 den Abfluss des Vierwaldstättersees reguliert. Dank diesem Reusswehr können die Wassermassen des Vierwaldstättersees verzögert abgelassen werden, was eine Kontrolle der Abflussmenge aus dem See ermöglicht. Der Wasserspiegel der Reuss schnellte am Montagmorgen trotzdem innert Stunden um zwei Meter hoch, was einer Zunahme von etwas über 300 auf fast 700 Kubikmeter Wasser pro Sekunde entspricht. Auf dem Höchststand kam das Wasser bis auf wenige Zentimeter an die Gefahrenstufe vier – die höchste Gefahrenstufe – heran. Dies lag am drastischen Anschwellen der kleinen Emme. «Beim Wasserrückhaltebecken in der Maschwander Allmend haben wir den Rückstau der Lorze genau beobachtet. Wäre der Wasserspiegel um weitere 30 Zentimeter gestiegen, hätten wir die Verbindungsstrasse in den Kanton Aargau sperren müssen», erklärt Markus Tschan, der Kommandant der Feuerwehr Knonaueramt Süd. Zum Glück sei noch einmal alles gut gegangen.


