Künftig noch mehr Flexibilität beim Blitzen
Die fixen Radarkästen im Säuliamt wurden durch semistationäre Messanlagen ersetzt

Er war wahrscheinlich der berühmteste «Polizist» im Säuliamt, der Radarkasten unterhalb der Schulanlage Güpf an der Zürcherstrasse in Hedingen. Vor einigen Wochen wurde er allerdings in den Ruhestand versetzt – und nicht nur er: «Die fixen Radaranlagen der Kantonspolizei Zürich sind in die Jahre gekommen, defektanfällig und entsprechen in qualitativer Hinsicht den Anforderungen nicht mehr», verrät Kapo-Sprecherin Carmen Surber auf Anfrage des «Anzeigers». Bis auf wenige Ausnahmen wurden die fixen Messanlagen bereits im ganzen Kanton ausser Betrieb genommen und die Radarkabinen abgebaut. Auch der fixe Radarkasten im Weiler Schonau, Rifferswil, war letzten Sommer davon betroffen.
Wirkung nimmt mit der Zeit ab
Als Ersatz für die wegfallenden fixen Radaranlagen seien bereits 2015 vier semistationäre Geschwindigkeits-messanlagen beschafft worden, so Carmen Surber weiter. Diese basieren auf Lasertechnologie und sind seit genau einem Jahr in Betrieb. Total stehen der Kantonspolizei Zürich damit zwölf semistationäre Anlagen zur Verfügung, welche bedarfsgerecht und flexibel eingesetzt werden können.
Stolze 21 Jahre und vier Monate war der Hedinger «Blitzer» im Einsatz, immerhin gut fünf Jahre jener in Schonau. Wie viel Bussgeld die beiden «Blechpolizisten» in ihrer «Lebenszeit» eingebracht, haben, dazu wollte die Kapo Zürich keine Angaben machen. Im Verlaufe der Jahre habe die Wirkung der stationären Radaranlage allerdings grundsätzlich abgenommen.
Welches sind denn nun künftig Schwerpunkt-Standorte für Geschwindigkeitskontrollen im Bezirk? «Die semistationären Radaranlagen werden bedarfsgerecht, wo sie der Verkehrssicherheit dienen, aufgestellt», so Carmen Surber.


