Lieber am Grill stehen statt im Stau

Gut besuchtes Begegnungsfest rund um die reformierte Kirche Hausen

Der Gospelchor Affoltern begeisterte das Publikum mit musikalischen Pfingstflammen. (Bilder Marianne Voss)

Der Gospelchor Affoltern begeisterte das Publikum mit musikalischen Pfingstflammen. (Bilder Marianne Voss)

Fröhliches Zusammensein rund um die reformierte Kirche Hausen.

Fröhliches Zusammensein rund um die reformierte Kirche Hausen.

Stau am Gotthard gehört zu Pfingsten wie der Heilige Geist. Was der Stau bedeutet, wissen alle. Beim Heiligen Geist ist das etwas schwieriger. Doch auf jeden Fall ging es an Pfingsten um ein berührendes Gemeinschaftserlebnis von verschiedensten Menschen. So war es auch am Pfingstsamstag in Hausen, als Jung und Alt rund um die reformierte Kirche Hausen das traditionelle Begegnungsfest feierten. Die Idee für diesen Anlass entstand vor rund zwei Jahrzehnten aus dem Gedanken, dass es doch sinnvoller ist, am Grill anzustehen als am Gotthard. So lud man alle Zuhausegebliebenen zum gemütlichen Zusammensein ein – bis heute.

Spass für die Kinder

Während am Gotthard zehn Kilometer Stau gemeldet wurden, vergnügten sich am Nachmittag die Kinder am Zuckerwattestand, beim Päcklifischen, Schminken, Büchsenschiessen oder in der Hüpfburg. Die Erwachsenen genossen im «Café Zwingli» die selbst gebackenen Kuchen oder Torten. Bald roch es nach gebratenen Würsten, und die Tische unter den Zelten füllten sich. Manchmal bildete sich eine Schlange am Grill, doch länger als ein paar Minuten musste sich niemand gedulden. Die Gäste freuten sich an den Begegnungen und am Austausch. Das Wetter blieb trocken – genau so lange, bis das Abendkonzert ­begann und die Besuchenden in der Kirche Platz nahmen. Sonja Kilchmann, Präsidentin der Kirchenkommission in Hausen, war sehr zufrieden über den gelungenen Nachmittag. «Ich freue mich, dass diese Tradition auch nach so vielen Jahren weiterlebt und sich grosser Beliebtheit erfreut. Heute waren Menschen aller Generationen hier und haben die Gemeinschaft genossen. Genau das ist der Sinn dieses Festes.»

Flammen der Liebe

Der Auftritt des Gospelchors Affoltern am Albis unter der Leitung von Anette Bodenhöfer war der Schluss- und Höhepunkt des schönen Nachmittags und Abends vor Pfingsten. Begleitet wurde der Chor von Martin Eigenmann am Piano, Manuel Müller am Bass und Jost Müller am Schlagzeug. Unter dem Motto «Flames of Love» sangen die Frauen und Männer zusammen mit der Solosängerin Nadine Urmi bekannte Lieder wie «Good News» oder «Oh Happy Day», aber auch andere, weniger bekannte Werke. Manchmal mitreissend und rassig, dann wieder zart und sanft verkündeten die Sängerinnen, Sänger und ­Musizierenden positive, hoffnungsvolle Botschaften.

«Die Flammen des Heiligen Geistes bringen Kraft und Energie», erklärte die Dirigentin. «Wir hoffen, dass Sie die Flammen spüren und in die Pfingst­woche mitnehmen können.»

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