Maschwanden hat bald wieder ein Restaurant

Volle sechs Jahre dauerte die Durststrecke – nun kann man in Maschwanden wieder einkehren: Das Restaurant Kreuz wird voraussichtlich in der zweiten Aprilhälfte von der ehemaligen Obfelder «Hirschen»-Wirtin Bruna Bortoluzzi übernommen.

Im «Kreuz», Riegelbau aus dem 17. Jahrhundert, sind die Sanierungsmassnahmen noch im Gang. (Bild Werner Schneiter)
Im «Kreuz», Riegelbau aus dem 17. Jahrhundert, sind die Sanierungsmassnahmen noch im Gang. (Bild Werner Schneiter)

Der stattliche Riegelbau neben der Kirche in Maschwanden befand sich über Jahrzehnte im Besitz der Familie Born. Fanny und Hans Born übernahmen das Restaurant im Jahr 1939 und machten es zur beliebten Destination für Fischliebhaber. Ab 1984 führte Sohn Hansueli Born den Betrieb und setzte zusammen mit Ehefrau Cecile ebenfalls auf Fischspezialitäten, die einheimische und auswärtige Gäste ins kleine Bauerndorf lockten. 2010 verkauften sie die Liegenschaft den Thalwiler Bauunternehmern Carlo und Roberto Massaro, nachdem das Wirteehepaar zuvor lange Zeit vergeblich einen neuen Wirt gesucht hatte.

Komplette Sanierung

Inzwischen sind in Maschwanden auch die Restaurants Hörnli und Linde geschlossen worden. Ein Dorf ohne Restaurant also. Zumindest bis jetzt: Voraussichtlich in der zweiten Aprilhälfte übernimmt Bruna Bortoluzzi den Restaurantbetrieb und pflegt dort die gutbürgerliche Küche – so, wie sie das während vieler Jahre im Obfelder «Hirschen» getan hat, der einer Wohnüberbauung weichen muss. Die legendäre Wirtin übernimmt in Maschwanden ein Lokal, das in den letzten drei Monaten komplett saniert worden ist. Es wurden Teppiche entfernt, die alten Holzböden geschliffen und geölt, wieder sichtbar gemacht – dies alles im Einklang mit der Denkmalpflege. Das alte geschützte Buffet muss im ursprünglichen Zustand erhalten bleiben. «Im Restaurant haben wir baulich nichts verändert», ergänzt Roberto Massaro.

In der Liegenschaft sind drei Wohnungen bewilligt, für eine vierte läuft das Bewilligungsverfahren. Der ehemalige Saal im ersten Stock wird zu einer Wohnung. Die Bauarbeiten dauern nach den Worten von Roberto Massaro bis im Sommer. Das ist natürlich mit einigen Umtrieben verbunden. Gäste, die das «Kreuz» am Abend besuchen, spüren jedoch nichts von den noch laufenden Umbauarbeiten.

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