Mehr Bussen für Temposünder und Falschparkierer
In der Bevölkerung werden immer wieder Rufe nach mehr Polizeikontrollen laut. Die Kommunalpolizei Affoltern war 2015 vermehrt präsent und steigerte den Bussenertrag um 30 Prozent.

Geschäfte wollen, dass nur die eigene Kundschaft auf den oft teuer gemieteten Parkplätzen steht, Eltern wünschen sichere Schulwege für ihre Kinder und Anwohner freuen sich über ruhige Quartiere. Dies sind nur einige der Begehren, die an Gemeindeverwaltungen, Gemeinderäte, Werkdienstmitarbeitende und Polizei herangetragen werden. Sie alle führen zu mehr Polizeipräsenz in den Gemeinden und schlussendlich mehr Bussen.
Rigoros durchgegriffen
«Aufgrund des Zentrumscharakters von Affoltern ist dort die Parkiersituation viel weniger entspannt als in den Dörfern. Gewerbebetriebe und Bevölkerung wünschen sich deshalb eine gewisse Ordnung», erklärt Martin Ott, der Kommandant der Kommunalpolizei Affoltern. Die Kommunalpolizei hat deshalb auf dem Gemeindegebiet von Affoltern beispielsweise bei Parkierung im Parkverbot, auf Trottoirs oder bei nicht Anbringen der Parkscheibe 2015 viel rigoroser durchgegriffen als noch 2014. Sie hat in der Stadt Affoltern – Zwillikon ist ausgenommen – allein für diese drei Übertretungen Bussen im Wert von 24000 Franken geschrieben, 14840 Franken mehr als noch im Jahr 2014.
Bonstetter Bevölkerung befürwortet Austritt
Diese Praxis stösst bei den Gebüssten natürlich nicht immer auf Gegenliebe (siehe «Anzeiger» vom 19. Januar 2016). Bonstetten ist auf das Jahr 2015 sogar aus dem Kommunalpolizeiverbund Affoltern ausgetreten. Seither nimmt in der Unterämtler Gemeinde wieder die Kantonspolizei Zürich die kommunalpolizeilichen Aufgaben wahr – wie in allen Bezirksgemeinden ausserhalb des Verbundes. Momentan sind Affoltern am Albis, Obfelden, Hedingen, Mettmenstetten und Hausen der Kommunalpolizei Affoltern angeschlossen.


