Mobil und agil älter werden

Umfassende Informationen am gut besuchten «Marktplatz Alter» in Affoltern

Zahlreiche Organisationen und Fachstellen präsentierten sich im Kasinosaal in Affoltern. (Bilder Marianne Voss)

Zahlreiche Organisationen und Fachstellen präsentierten sich im Kasinosaal in Affoltern. (Bilder Marianne Voss)

Mitglieder des OK am bunten «Marktplatz Alter» im Kasinosaal (von links): Alinka Rüdin, Lucia Sidler, Corinne Boillat und Marianne Busslinger.

Mitglieder des OK am bunten «Marktplatz Alter» im Kasinosaal (von links): Alinka Rüdin, Lucia Sidler, Corinne Boillat und Marianne Busslinger.

Schon vor dem Eingang zum Kasinosaal wurden die Besuchenden freundlich begrüsst und gleich zu einem kleinen Gesundheitscheck eingeladen. An vier Stationen konnten sie ihre Mobilität, ihr Gleichgewicht und ihre Kraft testen lassen und dabei erfahren, wie es um ihr Sturzrisiko steht. Daniela Frehner von «sichergehen.ch» ist Geriatrie-Expertin und eine der Testerinnen. Sie möchte die Seniorinnen und Senioren an solchen Anlässen motivieren, fit und mobil zu bleiben. «Es ist wichtig, frühzeitig zu starten und in ein Krafttraining oder einen Kurs zu gehen. Spazieren alleine reicht nicht», betonte sie. Es sei meistens nicht einfach, die Leute zu motivieren. Häufig müsse leider zuerst ein Sturz mit Folgen passieren, bevor sich jemand zu einem Training aufraffe. «Oftmals ist ein gewisser Leidensdruck nötig.»

Der Anlass «Marktplatz Alter» am vergangenen Samstag fand zum zweiten Mal statt und stand unter dem Motto «Mobil und agil älter werden im Säuliamt». Für die Durchführung setzten sich die Fachstelle Alter und Gesundheit der Stadt Affoltern, die Beratungsstelle für Alters- und Gesundheitsfragen des Bezirks Affoltern und die reformierte Kirche Knonauer Amt gemeinsam ein. Der Kasinosaal wurde an diesem Samstagmorgen zu einem grossen, bunten Marktplatz mit über 20 Ständen, wo sich verschiedene Organisationen, Fachstellen, Dienstleister, Vereine und Projekte präsentierten. Bei einem Rundgang traf man auf alle vertrauten und auch auf weniger bekannte Organisationen aus der nahen und weiteren Region, die sich mit Themen rund ums Älterwerden befassen. So waren zum Beispiel die reformierte Kirche, KISS, Wabe Knonaueramt, Spitex Knonaueramt, Senevita, Seewadel, Tixi Säuliamt, Sozialdienst, das Spital Affoltern oder Pro Senectute anwesend.

Austausch an den Ständen und untereinander

Der Anlass war gut besucht, das Angebot wurde sehr geschätzt. Schon kurz nach neun Uhr morgens schlenderten die Besuchenden – mehrheitlich Seniorinnen und Senioren – von Tisch zu Tisch. Sie informierten sich, stellten Fragen, nahmen an einem Spiel teil oder absolvierten bei einem der Hörgerät-Anbieter einen Hörtest. Überall im Raum waren die Menschen an den Ständen oder in Gruppen intensiv in Gespräche vertieft. Die meisten wussten um die Herausforderungen des Älterwerdens und schätzten es, sich auszutauschen und verstanden zu werden.

Auf die Frage, warum sie da seien, antwortete eine von drei älteren, rüstigen Frauen: «Wir wollen uns informieren, was wir tun können, um fit zu bleiben.» Eine andere ergänzte: «Und für den Fall, wenn wir nicht mehr fit sind, möchten wir wissen, was es für Unterstützungsangebote gibt.» Auch die Mitglieder des OK waren vor Ort: Alinka Rüdin von der Pro-Senectute-Beratungsstelle Bezirk Affoltern, Lucia Sidler von der reformierten Kirche sowie Corinne Boillat und Marianne Busslinger von der Fachstelle Alter und Gesundheit Stadt Affoltern.

Die vier Frauen freuten sich über den gelungenen Anlass und die lockere, belebte Atmosphäre. Sie erklärten: «Die Leute kommen gerne, weil sie wissen, dass sie hier in einem Raum konzentriert umfassende Informationen zu ihren verschiedenen Themen und Fragen erhalten.» Es sei eine unbeschwerte und nicht verpflichtende Art, sich mit Angeboten zu befassen. Für die anwesenden Fachstellen und Organisationen sei dieser Morgen zudem eine gute Gelegenheit, sich untereinander kennenzulernen und das Netzwerk zu stärken.

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