Moderate Positionen setzten sich durch

Kantonsratswahlen Individualität der Gemeinden bleibt ein Markenzeichen des Bezirks Affoltern

Bei einer knapp überdurchschnittlichen Stimmbeteiligung von 33.8% hat der Bezirk Affoltern im gesamtkantonalen Trend gewählt. Klar an der Spitze lag punkto Stimmbeteiligung mit 48% Rifferswil, am wenigsten Stimmcouverts gingen in Affoltern (29%) ein.

In Aeugst am Albis legt die FDP zu

In Aeugst hat die FDP stolze 7.9% zugelegt, vor allem zulasten der Grünen (-3.7%) und der SVP (-2.9%). Gewonnen hat auch die SP (+3.2%). Während die EVP hier kaum zugelegt hat (+0.1%), haben die Grünliberalen vergleichsweise gut abgeschnitten (-0.7%). Dass moderate grüne und soziale Positionen, wie sie FDP-SpitzenkandidatOlivier Hofmann vertritt, hier gut ankommen, zeigte sich in Aeugst auch darin, dass bei den Regierungsratswahlen Mario Fehr vor Markus Kägi und Martin Graf vor Jacqueline Fehr lagen.

EVP in Affoltern mit 15,1%

In Affoltern ist die SVP (-0.1%) stärkste Partei geblieben vor SP (+1.9%) und FDP (+3.7%). Auffällig ist hier das Resultat der EVP, die von 9.7 um 5.4 auf 15.1% zugelegt und damit praktisch zur FDP aufgeschlossen hat. Obwohl die Grünen mit 8.4% hier noch immer überdurchschnittlich stark sind, haben sie deutlich verloren (-5.2%). Bei den Regierungsratswahlen fallen die guten Resultate von Mario Fehr (nur knapp hinter Thomas Heiniger) und Jacqueline Fehr (eine Stimme mehr als Carmen Walker Späh) auf.

Ruth Früh zieht Bonstetten

In Bonstetten hat die FDP nicht weniger als 8.8% zugelegt und die hier traditionell starke SP (+2.0%) überflügelt. An der Spitze liegt noch immer die SVP (+1.7%). Die Zeche bezahlt haben hier insbesondere die Grünen (-4.7%) und die Grünliberalen (-4.2%). Bei den Regierungsratswahlen liegt der Sozialdemokrat Mario Fehr klar an der Spitze und Jacqueline Fehr deutlich vor Carmen Walker Späh, was den Schluss nahe legt, dass das ausgezeichnete Abschneiden der FDP bei den Kantonsratswahlen mit der Kandidatur von Ruth Früh im Zusammenhang steht.

SP legt in Hausen zu

Auch in Hausen hat die FDP (+3.9%) gepunktet, hier mit Spitzenkandidat Olivier Hofmann, wohl vor allem zu Lasten der Grünliberalen (-4.7%). An der Spitze liegt freilich nach wie vor die SVP (+1.7%) vor der SP (+5.7%), die hier namentlich zu Lasten der Grünen (-4.0%) sehr stark abgeschnitten hat. Bei den Regierungsratswahlen fällt auch hier das überdurchschnittliche Abschneiden einerseits der beiden sozialdemokratischen Kandidaturen auf, anderseits von SVP-Mann ErnstStocker, der an der Spitze liegt.

SVP und FDP gewinnen in Hedingen

In Hedingen liegt die SVP (+2.9%) weiterhin vor SP (-0.1%) und FDP (+5.2%). Verloren haben hier, wenn auch unterdurchschnittlich, die Grünen und die Grünliberalen sowie, entgegen dem Trend, die EVP (-0.5%). Das Resultat der Regierungsratswahl liegt hier bis auf das unterdurchschnittliche Abschneiden der CVP-Frau Silvia Steiner (Stimmengleichheit mit Martin Graf) im Bereich des Bezirksdurchschnitts.

Kappel bleibt SVP-Hochburg

In der traditionellen SVP-Hochburg Kappel bewegten sich die Mehrheitsverhältnisse tendenziell in Richtung Bezirksdurchschnitt. Trotz des Verlustes (-4.3%) konnte sich die SVP allerdings mit über 45% klar an der Spitze behaupten, vor Wahlsieger FDP (+6.2%), der EVP (+0.5%) und der SP (+3.1%). Bei den Regierungsratswahlen liegen die beiden SVP-Kandidaten entsprechend klar vorne.

EVP verliert in Knonau

Die Spitzenposition ausgebaut hat die SVP (+3.9%) hingegen in Knonau. Es folgen SP (+3.4%) und FDP (+5.7%). Verloren haben EVP (-4.4%), Grünliberale (-3.4%) und Grüne (-3.6%). Auch hier liegen bei den Regierungsratswahlen die SVP-Kandidaten vorne.

SP als Siegerin in Maschwanden

Unbestrittener Wahlsieger in Ma-schwanden ist die SP (+9.8%), was hier vor allem zu Lasten der Grünen (-4.1%) und der EVP (-4.0%) geht. Stärkste Partei ist unverändert die SVP (-2.8%). Bei den Regierungsratswahlen fällt auf, dass Silvia Steiner und Carmen Walker Späh deutlich abfallen, während Jacqueline Fehr und die Kandidaten – inklusive Martin Graf – praktisch identische Stimmenzahlen erreichten.

In Mettmenstetten verlieren Grüne an FDP

In Mettmenstetten hat die FDP am deutlichsten zugelegt (+5.5%). Stärkste Partei ist unverändert die SVP (+2.9%) vor der SP (+2.3%). Am stärksten verloren haben die Grünen (-4.6%). Bei den Regierungsratswahlen liegen die beiden SVP-Kandidaten an der Spitze.

In Obfelden gewinnen die SVP-Kandidaten

Keine grundlegenden Veränderungen ergaben sich in Obfelden, wo SVP (+2.5%), FDP (+3.8%) und SP (+1.6%) unverändert an der Spitze liegen. Bei den Regierungsratswahlen dominieren die beiden SVP-Kandidaten.

FDP verliert in Ottenbach

In Ottenbach hat sich das Spitzenresultat der FDP, die vor vier Jahren mit dem damaligen Gemeindepräsidenten, Kurt Weber, den bisherigen stellte, erwartungsgemäss nicht bestätigen können. Sie verlor in Umkehrung des Trends 6.4%. Gewonnen haben die SVP (+7.4%) und – angesichts von Spitzenkandidat Moritz Spillmann wenig überraschend – die SP (+2.5%). Bei den Regierungsratswahlen liegt der freisinnige Thomas Heiniger klar an der Spitze.

EVP in Rifferswil mit 20%

Das Spitzenresultat erreichte die EVP in Rifferswil, wo der neu gewählte Daniel Sommer seine Schreinerei betreibt: Sie erreichte 20.54% (+7.7%). Zugelegt hat auch die FDP (+2.7%). An der Spitze liegt unverändert die SVP (-0.6%). Auch bei den Regierungsratswahlen ist Rifferswil atypisch: Mario Fehr und Ernst Stocker liegen knapp vor Jacqueline Fehr an der Spitze.

Tendenz zu Grossparteien in Stallikon

In Stallikon behauptete die SVP (+3.3%) die Spitze vor der deutlich erstarkten FDP (+7.6%) und der SP (+5.3%). Bei den Regierungsratswahlen liegt Thomas Heiniger klar vorne.

FDP überflügelt SVP in Wettswil

Das stärkste Resultat erreichte die FDP in Wettswil (+10.2%), wo sie knapp vor der SVP (-1.0%) liegt. Zugelegt hat auch die SP (+3.5%). Entsprechend hatThomas Heiniger nirgends so klar wie hier dominiert, während Mario Fehr hier hinter den beiden neu gewählten bürgerlichen Frauen zurückliegt.

 

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