Mögliche Massnahmen gegen die übermässige Überwärmung im Amt
Fortsetzungvon «Hitze-Hotspots im Säuliamt»
Gebiete, welche mittels des Geoportals des Kantons Zürich als Hitzeinseln identifiziert werden konnten, sind tagsüber während einer sommerlichen Schönwetterphase sehr stark überwärmt und auch nachts sind sie mässig bis stark überwärmt. Die Fotos bilden diese «Hitzeinseln» in den Gemeinden im Amt ab.
Um der starken Wärmebelastung am Tag entgegenzuwirken, wird daher empfohlen, diese Gebiete stärker zu begrünen und weitere lokale Massnahmen zur Verbesserung der Auskühlung umzusetzen. Der Massnahmenkatalog ist unterteilt in Massnahmen zur Arealentwicklung, Massnahmen an Gebäuden und Massnahmen im Aussenraum. Er umfasst insgesamt 18 Massnahmen.
Massnahmen zur Arealentwicklung
Bei der Arealentwicklung, welche auch jegliche Zentrumsplanung betrifft, sollte darauf geachtet werden, dass künftig die Kaltluftzirkulation sichergestellt ist. Die Unterbauung von Freiflächen sollte möglichst reduziert werden. Fassaden sollten beschattet und Freiräume möglichst durch Gebäude beschattet werden. Die aufgezählten Massnahmen sind ausschliesslich für Neuentwicklungen relevant.
Massnahmen an Gebäuden
Auch die Optimierung der Wärmespeicherung und Kühlung und die Abführung der Gebäudewärme sind nur für Neuentwicklungen relevant. Bei Neuentwicklungen und Arealen im Bestand wird empfohlen, die Dächer zu begrünen und sie klimaangepasst zu konstruieren und zu gestalten.
Massnahmen im Aussenraum
Bei Neuentwicklungen sollte als Massnahme im Aussenraum das Regenwassermanagement geplant werden. Bei Neuentwicklungen und bei Arealen im Bestand gilt es, Grünflächen zu planen und zu gestalten. Begeh- und befahrbare Oberflächen sollten entsiegelt werden. Ausserdem sollte die Wärmespeicherung von Oberflächen reduziert werden. Wichtig wäre es auch, grosskronige Bäume zu erhalten und zu pflanzen und Beschattungselemente vorzusehen. Wasser sollte erlebbar gemacht werden und innovative Bewässerungslösungen sollten umgesetzt werden.
Leitbahnen für kalte Luft schaffen
Es gibt also durchaus einige Möglichkeiten, um eine übermässige Überwärmung zu reduzieren. Bei der Arealentwicklung sollte aber vor allem die Durchlüftungssituation bedacht werden. Anhand der vorherrschenden Windrichtung können Leitbahnen für nächtliche kalte Luft eruiert werden, die zu einer Verbesserung der Auskühlung führen. Es sollten verstärkt durchströmbare Freiflächen geschaffen und Gebäuderiegel vermieden werden, vor allem solche quer zur Windrichtung. Geoportal Kanton Zürich gibt bei den jeweiligen Arealen sogar Empfehlungen über die Ausrichtung der Gebäude ab.


























