Planungsgruppe ZPK mit vielen Ideen

Solarenergie auf der A4, Verdichtung in den Siedlungen, ÖV nach Zug – die Liste ist lang

Ist immer noch nur eine Vision: Das «A4-Kraftwerk» mit Solarzellen, das die Autobahn zwischen Affoltern und Knonau einst überdachen könnte. (Bild zvg / Energypier)

Ist immer noch nur eine Vision: Das «A4-Kraftwerk» mit Solarzellen, das die Autobahn zwischen Affoltern und Knonau einst überdachen könnte. (Bild zvg / Energypier)

Die Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt (ZPK), sie betreut die Regional­planung für die 14 Gemeinden im Säuliamt, hat im kommenden Jahr wieder viel vor. Das geht aus dem Arbeits­programm für 2025 hervor, das die ­Delegiertenversammlung am Mittwoch in Affoltern verabschiedet hat.

Schutz der Albiskette

So will der Verband in einer Reihe von Gremien weiter mitarbeiten, darunter zum Beispiel an einem Austausch mit dem Kanton Zug auch in Sachen Verbesserung des öffentlichen Verkehrs vom Knonauer Amt nach Zug. Die ZPK ist zudem bei der RZU engagiert. Die RZU ist der politisch unabhängige Planungsdachverband für die Region Zürich und Umgebung. Ebenfalls mitreden kann die ZPK beim Thema Schutzverordnung Albiskette, wo es um die langfristige und verbindliche Sicherung der einzigartigen Natur- und Landschaftswerte der Albiskette geht.

Der Verband wird auch in immer stärkerem Masse zu Vernehmlassungen im Rahmen der kantonalen Planungen aufgefordert. Zudem will man die Vernetzung von aktiven Politikern im Amt, aber auch der Bevölkerung mit sogenannten «Abendspaziergängen» zum Thema «Siedlungsqualität erkunden» durchführen. «Diese Vernetzung dient dem Themenaustausch», sagte dazu Gabriela Noser, Präsidentin der ZPK, an der Delegiertenversammlung.

Budget genehmigt

Das kostet auch Geld. Deshalb genehmigten die Delegierten ein Budget für 2025 in der Höhe von fast 300000 Franken, wobei jede der 14 Säuliämtler Gemeinden aufgrund der jeweiligen ­Einwohnerzahl einen Beitrag zahlt. Maschwanden ist zum Beispiel mit 3200 Franken dabei, Affoltern mit 64000 Franken.

Regionalplaner Marsilio Passaglia hat anlässlich der Delegiertenversammlung erste Ergebnisse aus einem Workshop der Planungsgruppe im Februar präsentiert und eine Art Wunschzettel der Säuliämtler Gemeindevertreterinnen und -vertreter formuliert. So sollen beispielsweise wertvolle Naturräume gefördert werden. Als besonders wichtig wird auch erachtet, dass der Wald geschützt werden soll. Auch der Erhalt und die Förderung von Arbeitsplätzen sind eine Herausforderung, der man sich stellen will.

Ebenso wie die Förderung einer möglichst autarken Energieversorgung. In diesem Zusammenhang wurde neben den Windrädern auch das schon 2011 erstmals diskutierte Projekt einer Überdachung der Autobahn A4 zwischen Affoltern und Knonau mit Solarzellen angesprochen. Zu diesem Thema hatte auch Johannes Bartels von der Standortförderung Knonauer Amt Informationen: «Wir sind noch nicht so weit, wie wir gerne wären», sagte er. Seit mehr als zehn Jahren laufe das Projekt. «Das Astra hat uns damals auf ein Pilotprojekt im Wallis hingewiesen und unser Projekt auf die lange Bank geschoben.» Auch wenn das eine «nervige Angelegenheit» sei: «Wir bleiben dran», versprach er. Beim öffentlichen Verkehr sieht man ebenfalls Handlungsbedarf. «Die ZPK setzt sich an allen Fronten für einen Viertelstundentakt zwischen Zug und Affoltern ein», berichtete Passaglia. Die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs vor allem nach Zug müsse gesteigert werden, auch beim Fuss- und Veloverkehr soll sich etwas in Richtung Attraktivität und Sicherheit tun.

Bauliche Verdichtung

Ein anderes Thema, wo der Schuh drückt, ist die bauliche Verdichtung. Siedlungen sollten ja nach innen entwickelt werden, so Passaglia. Dabei müsse die Akzeptanz der Bevölkerung verbessert werden. Sehr viele Einsprachen würden viele Projekte zeitlich stark verzögern. Damit sich das bessert, will man im kommenden Jahr einen Workshop veranstalten, bei dem Politiker, Verwaltungsangestellte sowie Bürgerinnen und Bürger an einen Tisch geholt werden.

Diese Wunschliste soll dann einmal in das regionale Raumordnungskonzept des Kantons Zürich einfliessen. Was davon umgesetzt werden kann, ist jedoch offen. Die Planungen erfolgen rollend und müssen auch finanzierbar und politisch abgestützt sein.

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