Schulhaus Ennetgraben, Affoltern: Arbeitsvergaben sorgen für Unmut

Im offenen Submissionsverfahren bezüglich der Sanierungsarbeiten am Schulhaus Ennetgraben in Affoltern konnten Ämtler Firmen mit ihren Offerten für gewisse Arbeiten nicht reüssieren. Das sorgt manchenorts für Unmut.

Bei der Arbeitsvergabe für die Sanierung der Schulanlage Ennetgraben kommen auch auswärtige Firmen zum Zug. Deren Offerten sorgen beim einheimische Gewerbe für Unmut. (Bild Werner Schneiter)
Bei der Arbeitsvergabe für die Sanierung der Schulanlage Ennetgraben kommen auch auswärtige Firmen zum Zug. Deren Offerten sorgen beim einheimische Gewerbe für Unmut. (Bild Werner Schneiter)

Thedy Frei ist unzufrieden. Sein Affoltemer Transport- und Umzugsunternehmen ist bei der Vergabe der Umzugsarbeiten im Zusammenhang mit der Sanierung des Oberstufenschulhauses Ennetgraben nicht zum Zuge gekommen. Das Rennen im Rahmen der offenen Submission nach NormPositionen-Katalog NPK und mit Schnittstelle SIA45 hat ein Auswärtiger gemacht. Er offerierte die Umzugsarbeiten günstiger. So günstig, dass dies «nicht funktionieren kann», wie Frei reklamiert. Für den Transportunternehmer hat die den Zuschlag erhaltende Offerte «weder Hand noch Fuss» und «der Preis ist selbst bei spitzer Kalkulation nicht zu halten».

Auch Ämtler Unternehmen mit Erfolg

Man sei im offenen Submissionsverfahren dem Gesetz verpflichtet vorgegangen, hält dazu Sonja Humbel, die Vorsteherin Infrastruktur der Oberstufenschule, fest und ergänzt: «Die rechtlichen Bestimmungen lassen keinen Spielraum, der zugunsten einheimischer Firmen angewendet werden kann.» Beratend unterstützt wurde die Oberstufenschule in der Durchführung des Submissionsverfahrens von der Immobilienabteilung der Gemeinde Affoltern. Deren Leiter Fabrizio Meo bestätigt die rechtlich einwandfreie Abwicklung. «Sämtliche Arbeiten wurden offen ausgeschrieben und die wirtschaftlich besten Angebote erhielten den Zuschlag.»

Ebenfalls nicht zum Zuge kam bei der Vergabe das Affoltemer Malergeschäft Theo Fischer. Geschäftsleiter René Ammann dazu: «Auffällig ist die grosse Diskrepanz zwischen den Offerten und wenn ich mir die Offerte, die den Zuschlag erhalten hat, ansehe, ist es mir schlicht ein Rätsel, wie die Malerarbeiten für diesen Preis perfekt zu machen sind.» Auch weitere Ämtler Unternehmen, welche in der Submission auswärtigen Firmen unterlegen sind, schütteln den Kopf über die siegreichen Offerten. Allerdings findet man auf der Vergabeliste auch hiesige Firmen, welche trotz grosser Konkurrenz zu reüssieren vermochten – etwa im Küchenbau und in der Holzbautechnik.

 

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