Spital Affoltern, eine wichtige Ausbildungsstätte
Das Spital Affoltern bietet derzeit rund 60 Ausbildungsplätze – in Zukunft vielleicht mehr, wenn das notwendige Ausbildungs-personal rekrutiert werden kann. Der gut besuchte Informationstag am letzten Samstag bot Einblick in eine grosse Berufsvielfalt.
Spital Affoltern ist mit rund 700 Mitarbeitenden (470 Vollzeitstellen) grösster Arbeitgeber im Bezirk Affoltern. Über die Hälfte des Personals, das aus 35 Nationen stammt, ist im Säuliamt wohnhaft. 83 Prozent sind weiblichen Geschlechts. Auch zum traditionellen Informationstag erschienen deutlich mehr junge Frauen als Männer. Ihnen boten Spitalmitarbeitende einen umfassenden Einblick in die Berufswelt eines Spitals – durch Informationen, aber auch praxisnahe Tätigkeit, etwa Messen des Blutdrucks.
Mehr Ausbildungsplätze?
In gut einem Dutzend Berufen werden in Affoltern derzeit 60 Nachwuchsleute ausgebildet: von der Assistentin Gesundheit und Soziales bis zur Hebamme, vom Logistiker bis zum Koch, von der Ernährungsberaterin bis zum Arzt-Unterassistenten. Allein in der Pflege gibt es mehrere Ausbildungs-wege. «In diesem Ausbildungsbereich ist die Nachfrage am grössten», sagt Personalleiterin Liliane Bürge. Nach ihren Worten prüft nun das Spital, ob künftig mehr Ausbildungsplätze angeboten werden können. Ob das möglich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, neben den Finanzen auch von der Frage, ob die notwendigen Berufsausbildnerinnen und -ausbilder gefunden werden können.
Duales Ausbildungssystem ideal
Kommt hinzu, dass die Ausbildung immer komplexer und der Druck von Eltern stärker wird – Eltern, die ihr Kind nicht in die Lehre, sondern gleich ins Gymi schicken wollen. Liliane Bürge freilich findet das duale Ausbildungssystem sehr gut. So sind die Auszubildenden neben der Schule in den Betrieb eingebettet, erhalten die notwendige Praxis und – gerade im Fall von Affoltern – einen breiten Einblick in die Berufswelt, nicht nur im medizinischen Bereich. Und das in einem Spital, das trotz breitem Angebot überschaubar geblieben ist. An die fordernden Eltern gerichtet, sagt Liliane Bürge: «Der Weg nach oben bleibt offen. Viele, die sich zuerst als Fachangestellte Gesundheit (Fage) ausbilden lassen, hängen danach ein Studium an.» Genügend Nachwuchs sorge auch am Spital für eine gute Altersdurchmischung. «Junge Leute bringen neue Ideen und Erkenntnisse ein. Das ist eine Bereicherung für das gesamte Spital», hält die Personalleiterinabschliessend fest.






