Stabübergabe beim «Anzeiger»

Rund 100 geladene Gäste feierten am vergangenen Freitag im Klosterkeller Kappel die Verabschiedung von Chefredaktor Werner Schneiter und begrüssten seinen Nachfolger, Thomas Stöckli.

Offizielle Übergabe von Werner Schneiter (links) an Thomas Stöckli. In der Mitte Barbara Roth, Geschäftsführerin der Weiss Medien AG. (Bild Stephan Fässler)
Offizielle Übergabe von Werner Schneiter (links) an Thomas Stöckli. In der Mitte Barbara Roth, Geschäftsführerin der Weiss Medien AG. (Bild Stephan Fässler)

Der Chefredaktor des «Anzeigers», Werner Schneiter, erhielt anlässlich der Abschiedsfeier vor seiner Pensionierung viel Applaus. Rund 100 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur waren gekommen, um ihm zu danken. 36 Jahre hat sein Einsatz für unsere Zeitung und fürs Säuliamt gedauert. Das sei heute nicht mehr selbstverständlich, betonte Peter Wanner, Verleger der AZ Medien, in seiner Ansprache. Dieser langjährigen Treue gebühre viel Respekt. Der «Anzeiger» sei ein Unikum, eine Erfolgsstory. «Die Familie Weiss beschloss vor vielen Jahren, ausschliesslich über das Säuliamt zu berichten. Das war der richtige Entscheid.» Der «Anzeiger» lebe dem klassischen Lokaljournalismus nach, wo einfach das beschrieben werde, was hier passiere. «Das interessiert. Die Leute wollen lesen, was sie selber betrifft und sich in der Zeitung finden.» Dieses Konzept sei die Voraussetzung für die Beliebtheit, die Verankerung und den Erfolg unserer Zeitung. «Werner Schneiter hat das Säuliamt und seine Menschen gerne», erklärte Peter Wanner. Das habe man am positiven Grundton in seinen Artikeln gespürt. «Und er war immer neugierig und leidenschaftlich.»

Weitere Dankesworte überbrachten der Affoltemer Gemeindepräsident Clemens Grötsch im Namen des Gemeindepräsidentenverbandes sowie Alt-Kantonsrat Jean-Jacques Bertschi. Letzterer wies darauf hin, dass keine andere Zeitung so offen sei für sämtliche Wortmeldungen, «ob von links, rechts, oben oder unten».

Nach gleichem Konzept weiterführen

Der Chefredaktor erwiderte die anerkennenden Worte und dankte seinerseits allen für die vielen Begegnungen, Inputs, Ratschläge und auch für Kritik. Dass er heute im Mittelpunkt stehe, sei für ihn eine ungewohnte Situation. «Ich stelle bei meiner Arbeit lieber für andere den Mittelpunkt her.» Er werde weiterhin ab und zu journalistisch tätig sein und freue sich, wenn sich dann die Wege wieder kreuzen. «An etwas muss ich mich aber noch gewöhnen: Ich habe jetzt einen Chef.»

Der neue Chef, Thomas Stöckli, erklärte, dass er sich sehr freue, die Nachfolge von Werner Schneiter anzutreten. Er wolle die Zeitung mit dem gleichen bewährten Konzept weiterführen. «Was im Säuliamt passiert, sollen die Leute auch in Zukunft aus dem ‹Anzeiger› erfahren.»

Die offizielle Stabübergabe von Chefredaktor zu Chefredaktor erfolgte mit einem symbolischen Schlüssel – und nochmals grossem Applaus.

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