«Stadt, in der die Menschen im Zentrum stehen»
Markus Gasser (59), EVP, bisher

Ich gestalte gerne. Sei es als Lehrperson für textiles und technisches Gestalten zusammen mit meinen Schulkindern, in meinem Hobby als Chugelibahnbauer oder eben als Stadtrat in meinem jetzigen Ressort Bau und Infrastruktur.
Zwei Themen werden uns ganz sicher beschäftigen: das Bevölkerungswachstum und die Auswirkungen der Klimaerwärmung. Beides können wir als Stadt nicht oder nur sehr bedingt steuern. Was wir aber sehr wohl beeinflussen können, ist der Umgang mit diesen Herausforderungen. Wir müssen das Wachstum so gestalten, dass es für alle erträglich wird. Eine mögliche Massnahme ist ein qualitativ wertvoller Aussenraum, in dem sich Menschen gerne aufhalten. Den vermehrten Hitzeperioden und Extremwetterlagen müssen wir mit mehr Grün und weniger versiegelten Bodenflächen begegnen.
Die Stadtfinanzen mit der laufenden Rechnung standen noch nie so gut da. Es werden laufend solide Überschüsse erzielt. Die werden benötigt, um die Investitionen selber zu finanzieren und die Schulden nicht grösser werden zu lassen. Es wäre darum fatal, trotz der guten Rechnungsabschlüsse die Steuern markant zu senken. Alles in allem kann von einer stabilen und ausgewogenen Finanzentwicklung gesprochen werden. Sie muss weiterhin sorgfältig beobachtet werden. Wir müssen uns gut überlegen, wie wir unsere Investitionen tätigen.
Unsere kleine Stadt hat vielleicht den dörflichen Charakter etwas verloren. Sie hat aber ihre Stärke von «Alles auf kleinem Raum» ausgebaut. Die vielseitigen Einkaufsmöglichkeiten, die sehr gute Verkehrserschliessung, das grosse Kulturangebot, die vielen Vereine und die nahe Natur als Erholungsraum schätzen die Bewohner von Affoltern und ich sehr. Affoltern soll und wird darum weiterhin eine kleine Stadt sein, in der die Menschen im Zentrum stehen.


