Mittelschule Affoltern wird nun doch gebaut

Regierungsrat bewilligt überraschend Ausgaben von 44,8 Millionen Franken

Das gleiche Holzmodulbau-System, das in Affoltern am Albis zum Einsatz kommt, wird andere Farben gewählt. (Bild Bauart Architekten und Planer AG
Das gleiche Holzmodulbau-System, das in Affoltern am Albis zum Einsatz kommt, wird andere Farben gewählt. (Bild Bauart Architekten und Planer AG

Am Donnerstagmorgen verschickte die Staatskanzlei einen Newsletter mit ­aktuellen Medienmitteilungen. Unter ihnen fand sich, ganz unscheinbar, eine zur Mittelschule Knonaueramt. Und was dort zu lesen war, hat es in sich: Der Regierungsrat hat rund 55 Millionen Franken bewilligt, damit am Standort «im Schwanden» in Affoltern bis im Jahr 2028 eine Filiale der Kantonsschule Limmattal für rund 650 Schülerinnen und Schüler entstehen kann.

Diese Meldung dürfte für viele überraschend kommen. Bis zuletzt hatten die Vorzeichen für eine Kanti in Affoltern wieder in eine andere Richtung gezeigt: Als Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP) im August 2024 den Budgetentwurf für 2025 vorstellte, zeigte sich, dass die Investitionen für das Gymi-Provisorium aus Spargründen klammheimlich aus dem Budget gerutscht waren. Eine Dringliche Anfrage von Kantonsrat Daniel Sommer (EVP) brachte keine Erkenntnisse, die über das Sparargument hinausgingen. Also stellten Thomas Schweizer (Grüne), Daniel Sommer und Hannah Pfalzgraf (SP) im Dezember 2024 in der Budgetdebatte den Antrag, das Gymi sei bis 2028 zu realisieren. Dieser wurde zwar knapp angenommen, doch verpflichtend war er für den Regierungsrat nicht. Und nun hat es also doch noch geklappt.

Die Schule wird in Form von Holzmodulbauten erstellt. Für die drei Trakte werden 258 Module verwendet. "Dieses innovative und vom Kanton eigens entwickelte System setzt Ideen der Kreislaufwirtschaft um", heisst es in der Medienmitteilung des Kantons. Es erfülle den Minergie-Eco-Standard und könne mehrfach an verschiedenen Standorten auf- und wieder abgebaut werden. Damit seien bereits sehr gute Erfahrungen an anderen Kantons- und Berufsschulstandorten gesammelt worden – etwa in Uetikon am See und am Standort Zürich Hohlstrasse. Auf den Dächern werden Photovoltaikanlagen installiert. Die Wärmeerzeugung erfolgt über Luft-Wasser-Wärmepumpen. (lhä)

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