Die Volgrettung in Maschwanden ist auf der Zielgeraden

Von den benötigten 250'000 Franken fehlen aktuell noch 40'000, um die Zukunft des Dorfladens für 12 Jahre zu sichern.

Hinter der Volgrettung steht der Verein "Einkaufen in Maschwanden". (Archivbild Marianne Voss)
Hinter der Volgrettung steht der Verein "Einkaufen in Maschwanden". (Archivbild Marianne Voss)

Es war ein ambitioniertes Ziel, das sich der Verein «Einkaufen in Maschwanden» vorgenommen hatte: 250 000 Franken Spendengelder müssen bis Ende September zusammenkommen, damit die Bevölkerung von Maschwanden weiterhin in ihrem Dorf einkaufen kann. Nötig wurde die Sammelaktion, weil der Laden dringend saniert werden muss. Allerdings war die Betreiberin, die Landi Albis, nicht bereit, die erwähnte Summe selbst aufzubringen. Dies, weil der Laden im bevölkerungsärmsten Ämtler Dorf in der Vergangenheit nicht rentabel gewesen war. Mehrfach hatte die Gemeinde einen Zustupf leisen müssen, um negative Betriebsergebnisse abzufedern. Um die Schliessung doch noch abzuwenden, formierte sich Ende Januar eine Interessengemeinschaft, die später zum Verein «Einkaufen in Maschwanden» wurde. Wo stehen die Initiantinnen aktuell mit ihrem Spendenziel?

Noch knapp 40000 Franken benötigt

«Es läuft richtig gut. Wir sind sehr zufrieden!», berichtet Rania Steiner am Freitagnachmittag im Namen des zehnköpfigen Teams. Seit die Spendenaktion am 12. April gestartet ist, sind mehr als 190000 Franken zusammengekommen. Die Vereinsmitglieder seien sehr zuversichtlich gewesen. Dass der Spendenbetrag aber innert acht Wochen so rasant angestiegen sei, sei eine positive Überraschung: «Es bestätigt uns, dass es der Bevölkerung ein grosses Anliegen ist, ihren Volg zu behalten.» Auch die Hilfsbereitschaft im Dorf sei enorm gewesen: Von technischem Support für die Website bis hin zu Rechtsberatung habe man den Rückenwind der Bevölkerung gespürt, sagt Steiner. Von Kleinspenden in Form von «Volg-Märkli», die man vor Ort einwerfen konnte, bis hin zu Beträgen über mehrere tausend Franken seien gespendet worden. Neben Privatpersonen hätten auch Maschwander ­Firmen, Vereine, Organisationen und Liegenschaftenbesitzer sich beteiligt. Rania Steiner sagt: «Wir sind nun zuversichtlicher denn je, dass wir das Spendenziel bis Ende September erreichen.»

Angesichts der vielversprechenden Ausgangslage hat sich die Landi Albis bereit erklärt, die Zinsen von insgesamt 19500 Franken anzurechnen, die in den kommenden zwölf Jahren für das Geld anfallen dürften. Damit senkt sich das Spendenziel auf 230000 Franken. Nun haben die Initiantinnen noch 110 Tage Zeit, um die restlichen knapp 40000 Franken zu sammeln und das Projekt über die Ziellinie zu bringen. (lhä)

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