Vom Abschlussfest ins Spital
Nach dem traditionellen Schuljahr-Abschlussfest der Primarschule Obfelden deutet vieles darauf hin, dass 32 der rund 100 Lehrpersonen und weiteren Angestellten vom Noro-Virus befallen sind. Die Schule blieb Dienstag und Mittwoch unterrichtsfrei.

Das traditionellen Schuljahr-Abschlussfest ging am vergangenen Freitag über die Bühne. Lehrpersonen und weitere Angestellte der Primarschule Obfelden wurden von einem Catering-Service bedient – unter anderem mit Fleisch, Fisch und Salaten. Am Sonntag nach 20 Uhr erreichte Schulleiter Hans-Ruedi Holzer die ersten Krankmeldung einer Lehrperson. Kurz darauf das Telefonat einer weiteren: «Ich bin im Spital». Holzer organisierte die Vikariate. In der Folge meldeten sich weitere Festteilnehmende, die über Durchfall und Brechen klagten. Bis Sonntagabend um 22.30 Uhr waren die Stellvertretungen organisiert.
Kein Schulbetrieb am Dienstag und Mittwoch
Am Montag trat die Schule in Kontakt mit einer Ärztin des schulärztlichen Dienstes und mit dem Catering-Inhaber. Und am Montagabend traf der Befund einer Patientin des Spitals ein: Noro-Virus. Insgesamt 32 Personen waren betroffen. «Wir haben dann entschieden, den Schulbetrieb am Dienstag und Mittwoch einzustellen», sagten Schulpräsident Werni Kurt und Hans-Ruedi Holzer anlässlich einer Medienorientierung am Dienstag. Offenkundig haben die Informationen der Schule, auch via Homepage, gewirkt. «Nur wenige Schülerinnen und Schüler kamen am Dienstag zur Schule. Sie wurden betreut», so Holzer. Dass die Schule mit ihrem Entscheid, zwei Tage keinen Unterricht zu erteilen, richtig lag, bestätigte auch die inzwischen eingeschaltete Kantonsärztin. Sie taxierte das Vorgehen als «verhältnismässig».
Gleiche Produkte auch für anderes Fest verwendet
Der Catering-Inhaber aus dem Kanton Aargau war natürlich geschockt, als er auf der Heimreise von den Ferien vom Vorfall erfuhr. Die für das Schuljahr-Abschluss verwendeten Lebensmittel wurden inzwischen im Labor des Aargauer Ausbildungszentrums für Fleischwirtschaft einer Analyse unterzogen. Auch das kantonale Labor hat Speisereste untersucht. Die Ergebnisse werden im Laufe der nächsten Woche erwartet. Es steht noch keineswegs fest, dass diese Lebensmittel die Ursache der Krankheitsfälle sind. Bei einem weiteren Catering für 35 Personen seien nämlich die gleichen Produkte verwendet worden – ohne Beschwerdemeldungen.


