Weniger Straftaten im Säuliamt
«Die tiefsten Kriminalitäts-Werte seit 1980» durfte Christiane Lentjes Meili, Chefin Kripo der Kantonspolizei Zürich, kürzlich verkünden. Auch im Bezirk Affoltern wurden 2015 weniger Delikte verzeichnet.
Insgesamt 2057 Verstösse gegen das Strafgesetz (1751) und gegen das Betäubungsmittelgesetz (306) hat die Kantonspolizei vergangenes Jahr im Säuliamt registriert. Das sind 49 Fälle oder 2,3% weniger als im Vorjahr. Wenn man die Drogenvergehen ausklammert, bei denen auch aufgrund von verschärfter Kontrolltätigkeit ein Anstieg um 69 leichte Vergehen (+85%) und 21 Übertretungen (+16%) zu verzeichnen war, beträgt der Rückgang sogar 6,4%. Damit setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort: Seit 2011 werden jährlich weniger Delikte verzeichnet.
Zunahme bei Raub- und Sexualdelikten
Die Delikte gegen Leib und Leben sind um 14,5% zurückgegangen, jene gegen die Freiheit (Drohung, Nötigung, Freiheitsberaubung, Hausfriedensbruch) um 7,1%, Vermögensdelikte wurden 5,8% weniger verzeichnet, wobei die Betrugsdelikte deutlich zulegten. Im Gegensatz zu den kantonalen Zahlen stieg im Säuliamt 2015 auch die Anzahl der Raubüberfälle – im Vergleich zum Vorjahr von drei auf fünf.
Alarmierend ist auf den ersten Blick die Zunahme der Delikte gegen die sexuelle Integrität. Je sieben Fälle von sexuellen Handlungen mit Kindern und sexueller Nötigung, dazu drei Fälle von Vergewaltigung hat die Kapo im Säuliamt registriert – das sind zwar deutlich mehr als im Vorjahr aber immer noch weniger als im langjährigen Schnitt.


