Wo die Viehschau auch Dorffest ist

Im Gegensatz zu anderen Viehschauen werden in Maschwanden jeweils mehrere Rassen aufgefahren: Jersey, Original Braunvieh, Braun Swiss, Holstein, Red Holstein und auch eine Gurt-Kuh: rund 70 Tiere, präsentiert von acht der insgesamt 15 Bauernbetriebe in der kleinsten Ämtler Gemeinde. Für die beiden Richter Sepp Schönbächler und Guido Zehnder, beide aus Einsiedeln, eine besondere Herausforderung. «Jede Rasse hat ihre eigenen Merkmale, ist entweder stärker milch- oder fleischbetont, hierzulande liegt das Schwergewicht bei der Milch», halten die beiden fest. Es gilt hier also, die Balance zu wahren. Aber die Chancengleichheit ist gewährt: Jede Rasse kann in ihrer Abteilung siegen. «Von Bedeutung ist eine wirtschaftlich problemlose Kuh, die alt werden kann», so die Richter. Sepp Schönbächler, der seit 10 Jahren in Maschwanden sein fachmännisches Urteil abgibt, lobt die Bauern: «Ich sehe den züchterischen Fortschritt, das Niveau ist gut».
Die Stimmung auch. In Maschwanden geniesst die Viehschau besondere Aufmerksamkeit in der Bevölkerung. Da trifft man sich nach den Präsentationen in der Festwirtschaft, geniesst den legendären Braten vom Grill und die Möglichkeit, sich auszutauschen. (-ter.)


