Wohnraum für 250 bis 300 Personen
Sentmatt in Obfelden: Auf der Wiese entstehen 119 Mietwohnungen – am Montag war Spatenstich

«Für die Gemeinde Obfelden bedeutet es etwas, wenn 119 neue Wohnungen entstehen», betonte Gemeinderat Christian Kägi. 4980 Einwohner zählt Obfelden aktuell. Rund 250 bis 300, so rechnet er, dürften durch die Bebauung Sentmatt dazukommen. Der 5000. Einwohner wird allerdings kaum hier einziehen. Diese Marke dürfte lange vor dem geplanten Bezugstermin im Sommer 2017 geknackt werden.
Zwei Jahre ist es her, seit die Halter Immobilien als Bauherrin einen Architekturwettbewerb für die Wiese mitten in Obfelden lancierte.
Unter den eingereichten Projekten wurde jenes von Egli Rohr Partner ausgewählt. Es basiert auf drei Baukörpern mit viel Raum dazwischen. Raum für Spielplätze, für Treffpunkte und für Begrünung, wie Gerhard Wittwer, der stellvertretende Verwaltungsratspräsident des Architekturbüros, ausführt.
Bezug der ersten Wohnungen im Juni 2017
Bereits vor 22 Jahren lag ein bewilligtes Projekt für das Areal vor. Durch sechs Baurekurse wurde es damals ausgebremst – und schliesslich ganz fallen gelassen. Umso erstaunlicher, dass diesmal keine einzige Einsprache erfolgte. «Wir haben den Spagat geschafft», so Roger Ricklin, Projektleiter von Halter, zur Herausforderung, in direkter Nachbarschaft zu einem Einfamilienhausquartier die angestrebte Verdichtung zu erreichen.
Nach fast zwei Jahren Planungszeit trat das Projekt nun mit dem traditionellen Spatenstich in die Bauphase über. Der Bezug der ersten Wohnungen ist für Juni 2017 vorgesehen. Da die Grundrisse der Wohnungen sehr vielfältig sind, decken sie auch unterschiedliche Bedürfnisse ab. Schulhaus und Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe bieten ideale Voraussetzungen, damit sich sowohl Singles, Familien aber auch die Generation über 50 in der Sentmatt wohlfühlen werden.
Pilot- und Demonstrationsprojekt?
Technisch richtet sich die Überbauung nach den neuesten Standards, energetisch leistet sie sogar Pionierarbeit: Ein Kollektorenmix auf dem Dach sorgt für Warmwasser und Strom, die Wärme und Kühle zur Klimatisierung der Räume kommen aus der Erde. Das Besondere: Im Sommer wird der Überschuss an Energie in den Boden zurückgeführt. Ins Leuchtturmprogramm des Bundesamts für Energie hat es die Überbauung zwar nicht geschafft, aber die Zeichen stehen gut, dass es zumindest als Pilot- und Demonstrationsprojekt für innovative Energietechnologien anerkannt und entsprechend unterstützt wird.
Informationen unter <link http: www.sentmatt.ch vorabinfo _blank external-link-new-window>www.sentmatt.ch/vorabinfo.


