Neue Präsidien für Gemeinderat und Primarschule
In den Aeugster Behörden stehen einige Wechsel bevor
Aeugst hat Verschiedenes zu bieten: einen attraktiven Steuerfuss, eine Lage mit traumhafter Aussicht und wenig Nebel, eine gute Infrastruktur und einen Dorfkern mit Tempo-30-Zone. In gemütlicher Gehdistanz befinden sich in diesem Dorfzentrum der Volg, ein Blumenladen, das Gemeindehaus, das Restaurant Eichhörnli, die Bibliothek, die Kinderkrippe, eine Secondhand-Kleiderecke und die Busstation. Zur Gemeinde Aeugst gehören auch die Weiler Wängibad, Habersaat, Obertal, Müliberg, Breiten und Aeugstertal. Aeugst kennt keine Infrastrukturprobleme. Ein massives Bevölkerungswachstum ist nicht zu erwarten, die Einwohnerzahlen von rund 2000 Personen sind seit zwölf Jahren nahezu stabil. «Aeugst ist gebaut», erklärt Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer. «Es gibt nur noch wenige Baulandparzellen, Aeugst kann praktisch nur noch durch verdichtetes Bauen wachsen. Wir rechnen in rund zehn Jahren mit einer Einwohnerzahl von zirka 2300.» Eine neue Siedlung mit grosszügigen Wohnungen wurde erst kürzlich fertiggestellt. «Diese Überbauung bewegt einzelne Gemüter im Dorf, da sie sich optisch stark vom ländlich geprägten Dorfkern abhebt.»
Die Gemeindepräsidentin wird nach zwei Amtsdauern, beziehungsweise dreieinhalb Amtsdauern im Gemeinderat, nicht mehr zur Wahl antreten. Für die sechs Sitze im Gemeinderat (der siebte wird durch das Schulpräsidium besetzt) stehen sechs Kandidierende zur Verfügung. Auch in der Primar- und Oberstufenschulpflege kommt es zu einem Wechsel im Präsidium. Für die fünf Sitze in der Primarschulpflege haben sich jedoch sechs Kandidierende beworben, ebenso in der RPK. Es wird in Aeugst also in zwei Behörden zu einer Kampfwahl kommen.
Das Eichhörnchen auf der Kirchturmspitze
In Aeugst gehen zurzeit die Schülerzahlen zurück. Gemeindeschreiber Vit Styrsky erläutert dazu: «Die Bevölkerung besteht zu einem grossen Anteil aus Menschen in der zweiten Lebenshälfte.» Natürlich sei ein Grund dafür auch die nicht besonders günstige Wohnlage. Dies ist gerade für junge Familien eine Zuzugshürde. «Als Gemeinde bemühen wir uns in unseren eigenen Liegenschaften um bezahlbaren Wohnraum.»
Das Dorfleben in Aeugst ist geprägt von verschiedenen traditionellen Anlässen wie der Chilbi mit Klassenzusammenkunft, zwei Markttagen, dem Fasnachts- und dem Räbeliechtliumzug oder dem klassischen Fest zum ersten August auf dem Bolet. Das Gemeindegebiet umfasst viel Wald und zahlreiche Flurstrassen, die der Gemeinde gehören. Auch die Hälfte des Türlersees liegt in der Gemeinde Aeugst. Eine Besonderheit ist das Wappentier der Gemeinde, ein kauerndes rotes Eichhörnchen, das an einer goldenen Nuss nagt. Das Eichhörnchen kann Mut, Klugheit, Lebensfreude und die Verbindung zur Natur symbolisieren – was zu diesem Dorf passt. Das liebenswerte Tier sitzt nicht nur im Wappen, sondern auch in der Wetterfahne auf der Kirchturmspitze. Es ist weltweit wohl das einzige Eichhörnchen, das statt eines Hahns oder Kreuzes über die Kirche und das Dorf wacht.
Vor den Gemeindewahlen vom 8. März stellt der «Anzeiger» vom 6. Januar bis 17. Februar in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen.
Bisher erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.) und Rifferswil (16.1.). (red)
Aeugst
Gemeindefläche: 7,9 km2
Anzahl Einwohner: 2052 (per Ende 2024)
Besonderheit: Höchst gelegene Gemeinde im Bezirk und weltweit der einzige Kirchturm mit einem Eichhörnchen in der Wetterfahne.
Das wird am 8. März gewählt:
Gemeinderat:
6 Mitglieder, inklusive Präsidium
Primarschulpflege:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium
Rechnungsprüfungskommission:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium
Sekundarschulpflege Affoltern/Aeugst:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium














