330 Kilometer auf Alpenpfaden

Nur 500 Ausdauerläufer haben die erste Hürde genommen: Sie waren schnell genug, um sich zum Tor des Géants, dem härtesten und meisterwarteten Lauf des Jahres anzumelden. Denn in weniger als fünf Tagen war die maximale Zahl der Anmeldungen bereits erreicht.

Am Tor des Géants sind die Athleten weitgehend auf sich alleine gestellt.

Am Tor des Géants sind die Athleten weitgehend auf sich alleine gestellt.

24 000 Meter Höhenunterschied – da helfen Walking-Stöcke. (Bilder zvg.)

24 000 Meter Höhenunterschied – da helfen Walking-Stöcke. (Bilder zvg.)

Der erste Ausdauerlauf der Alpen in einer einzigen Etappe, der die gesamte Region Aostatal durchquert, zeichnet sich aus durch 330 Kilometer Alpenpfade, 24000 Meter positiven Höhenunterschied, 25 Pässe über 2000 Meter, 30 Bergseen und 2 Naturparks – das alles in einer Höhe von 300 bis 3300 Meter.

So weit wie möglich kommen ohne zu schlafen

Am Sonntagmorgen um 10 Uhr haben die 500 Athleten um den Aeugster Double- und Triple-Ironman-Weltmeister Adrian Brennwald den Lauf in Angriff genommen. 24 Stunden später – «Es tut ihm bereits alles weh», so Lebenspartnerin Andrea Bachmann – befand sich der Aeugster auf dem 7. Rang – zwar mit rund vier Stunden Rückstand auf den Führenden. Das will allerdings noch gar nichts sagen, dürfte das Rennen doch noch bis Donnerstag oder Freitag dauern (vgl. Interview rechts).

Besonders zu schaffen gemacht habe Brennwald die erste Nacht bei Dauerregen und sogar etwas Schneefall auf 3300 Metern Höhe, verrät Andrea Bachmann, die mit dem Aeugster am Sonntag sowie am Montagmorgen telefonisch Kontakt hatte. Vom schnellen Start seiner Konkurrenten hat sich Brennwald etwas mitreissen lassen. So machte er sich bereits am Montagmorgen um 8.31 Uhr auf die dritte Etappe. Er will nun so weit wie möglich kommen ohne zu schlafen.

Die maximale Zeit, um den Wettkampf abzuschliessen, beträgt übrigens 150 Stunden. (tst.)

Infos und aktueller Stand des Wettkampfes unter www.tordesgeants.it.

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