30 Jahre «Kinofoyer Lux»

Das Jubiläumsfest steigt Ende November

 

30 Jahre ist es nun her, seit eine kleine Gruppe von Cinephilen die Idee eines Filmclubs umgesetzt hat. Entstanden ist dabei das Kinofoyer Lux. Die Zielsetzung damals wie heute: «Förderung des kulturellen Angebotes im Bezirk Affoltern, insbesondere durch nicht kommerzielle Vorführungen von Filmen, denen ein kultureller Wert zukommt, die aufgrund ihrer künstlerischen Gestaltung, ihres historischen Interesses, ihres Zeugnischarakters oder ihrer formalen Neuigkeit sehenswert sind.»

Eine ehrenamtlich tätige Gruppe von 25 bis 30 Aktiven sucht die Filme aus und sorgt für den reibungslosen Ablauf. Das Kinofoyer Lux ist allerdings weit mehr als nur eine Filmvorführstelle. So lädt die Gruppe auch Regisseure, Autoren und Schauspieler zum Gespräch ein, organisiert Feste und Sonderveranstaltungen, Konzerte und Auftritte von thematisch verwandten Kulturprojekten.

In seinem Rückblick auf 30 Jahre Kinofoyer Lux lässt Präsident Thomas Schweizer die bewegte Geschichte des Filmclubs Revue passieren. Themen sind Tücken der Projektionstechnik ebenso wie die gesellschaftliche Entwicklung, die Herausforderung der Digitalisierung und die «Exilzeit» während der Sanierung des Schulhauses Ennetgraben, als die Aula von Frühling 2015 bis Sommer 2016 nicht benützt werden konnte.

In Erinnerung bleiben aber insbesondere die Perlen aus den Programmen. Etwa das Filmfest «Western vor Ostern» 1993, als sogar die Kinobesucher in Cowboy-Stiefeln und Fransenjacken kamen. Eine mit viel Augenzwinkern inszenierte Modeschau des Secondhand-Ladens Deschawü wurde 2000 mit dem Film «Prét-à-Porter» kombiniert. Die Ära der Stummfilme wurde 2012 mit dem Hitchcockfilm «Lodger» und 2015 mit Murnau-Klassiker «Nosferatu» aufgegriffen – live begleitet durch ein Sinfonieorchester.

Das 30-Jahre-Jubiläumsfest findet am Wochenende vom 29./30. November statt.

 

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