Erfolgreiche Saison

Emma Pooley, Hausen am Albis, holte für Grossbritannien den ITU-Weltmeistertitel im Langstrecken-Duathlon und belegte sechs Tage später am Jungfrau-Marathon den ausgezeichneten zweiten Platz .

Zwei Topresultate zum Saisonabschluss für Emma Pooley. An den Langdistanz-Duathlon Weltmeisterschaften in Zofingen holte Pooley bereits ihren 2. Weltmeistertitel. Das Rennen der Frauen war eine klare Angelegenheit für Emma Pooley. Auf der ersten Laufstrecke über 10 km lief sie zusammen mit der Schweizerin Laura Hrebec an der Spitze. Auf der ersten Runde des 150 km-Radrennens blieb sie vorerst auf dem zweiten Platz. Auf der zweiten Hälfte war sie aber nicht mehr zu halten und holte auf Hrebec 16 Minuten Vorsprung heraus.

Mit diesem Polster ging sie auf die abschliessende Laufstrecke über 30 km. Sie konnte ihren Vorsprung noch ausbauen und gewann mit einer Zeit von 6:47.27, was gleich noch Streckenrekord in Zofingen bedeutete. Als 2. lief mit einem Rückstand von 32 Minuten die Schwedin Eva Nyström ins Ziel vor der Westschweizerin Laura Hrebec.

Für Emma Pooley kam dieser Weltmeistertitel überraschend, konnte sie doch während 11 Monaten, teils wegen Verletzungen, teils wegen dem Radsport, kein geregeltes Lauftraining mehr absolvieren. «Der 2. Lauf war schon riskant, zum Glück gab es keinen Einbruch», meinte Pooley nachdem sie mit einem Lachen die Ziellinie überquert hatte und fügte an: «Für mich war das eine grosse Ehre, fast direkt vor meiner Haustüre zum 2. Mal Weltmeisterin zu werden».

Nach sechs Tagen Erholungszeit, 2. am Jungfrau-Marathon

Nur sechs Tage später lieferte Emma Pooley erneut ein Spitzenresultat. Am Jungfrau-Marathon lief sie auf den hervorragenden 2. Platz bei den Frauen. Auf den ersten, noch flachen Kilometern lag Pooley bei den Zwischenzeiten immer in den Topfünf des Frauenrennens. Sie hatte wegen Muskelkater vom Duathon auf den flachen Teilstücken und beim Abwärtslaufen sichtlich Mühe. Bergauf war aber kein Problem. Auf dem steilen Streckenabschnitt zwischen den Kilometern 25.6 und 37.9 lief sie die schnellste Zeit aller Teilnehmerinnen. Zwischen Wengen und dem Gletscher war Pooley bis auf 20 Meter zur späteren Siegerin herangelaufen. Auf den letzten 1.6 km bergab verlor sie aber noch über eine Minute. In einer Zeit von 3:29.07 lief sie 1:46.6 hinter der Siegerin, der Französin Aline Camboulives als 2. ins Ziel. Emma Pooley zum Lauf: «Mit dem 2. Rang bin ich überglücklich, ich hatte ein schönes Rennen und konnte die herrliche Aussicht geniessen».

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