Hochklassige Sprünge und harte Landungen

Die Zuschauer des Freestyle Masters in Mettmenstetten sahen vergangenen Sonntag hochklassigen Sport und starke Schweizer – aber auch den einen oder anderen Athleten, der zu viel riskierte.

Oleksandr Abramenko als «Superman» am Himmel über Mettmenstetten. Das reichte dem Ukrainer für den vierten Rang. (Bilder Thomas Stöckli)

Oleksandr Abramenko als «Superman» am Himmel über Mettmenstetten. Das reichte dem Ukrainer für den vierten Rang. (Bilder Thomas Stöckli)

Ärger über die Landung: Tanja Schärer.

Ärger über die Landung: Tanja Schärer.

Lokalmatador Andreas Isoz hielt mit.

Lokalmatador Andreas Isoz hielt mit.

Zwei Mettmenstetter Olympiasieger: Sonny Schönbächler mit Ewy Leu.

Zwei Mettmenstetter Olympiasieger: Sonny Schönbächler mit Ewy Leu.

Mischa Gasser (rechts) mit Sieger Stanislau Hladchenko und Anton Kushnir.

Mischa Gasser (rechts) mit Sieger Stanislau Hladchenko und Anton Kushnir.

Tanja Schärer (rechts) freut sich mit Siegerin Lydia Lassila und Hanna Huskova.

Tanja Schärer (rechts) freut sich mit Siegerin Lydia Lassila und Hanna Huskova.

Das Training musste diesmal etwas früher starten als gewöhnlich, schliesslich waren über 60 Athletinnen und Athleten am Start – ein Rekord-Teilnehmerfeld. Erstmals war sogar ein Team aus China dabei. Die Leistungsdichte bei der momentan stärksten Nation ist nämlich so gross, dass die eigene Wasserschanze nicht mehr ausreicht. Nach Mettmenstetten hat China zwar nicht die erste Garde entsandt, doch in der Luft vermochte auch das «B-Team» zu überzeugen.

Bei so grosser Konkurrenz hatte Lokalmatador Andreas Isoz einen schweren Stand, zumal er drei Tage zuvor zum zweiten Mal Vater geworden war und das Training entsprechend zu kurz kam. Trotzdem kämpfte sich der Mettmenstetter bis in den zweiten von drei Finaldurchgängen und belegte schliesslich Rang acht. Erfreulich ist auch der 11. Rang von Nicolas Gigax.

Mit den Besten um Lydia Lassila und Stanislau Hladchenko mitzuhalten vermochten Mischa Gasser und Tanja Schärer. Beide schafften als Dritte den Sprung aufs Podest. Gassers abschliessender Dreifachsalto mit fünf Schrauben darf als ein Höhepunkt des Tages bezeichnet werden. Die Urdor-ferin hatte bis vor dem dritten Finalsprung gar geführt. Beim schwierigen Lay-Full-Full – den Sprung hat sie neu im Repertoire – gelang die Landung allerdings nicht ganz wunschgemäss.

Schlimmer sah die Landung des gleich nach ihr startenden Naoya Tabara aus. Der Japaner versuchte wie Gasser einen Dreifachsalto mit fünf Schrauben , verlor aber in der Luft die Orientierung. Die seitliche Landung überstand er unverletzt. Weniger Glück hatte nach ihm Olexandr Abramenko, der mit schmerzendem Knie aus dem Pool gehoben werden musste. Es dürfte für den athletischen Ukrainer ein kleiner Trost sein, dass er bei den Highland Games im Rahmenprogramm der Veranstaltung der grosse Abräumer war und in fast allen Disziplinen die Bestleistung aufstellte.

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