Kantersieg für den FC Zürich

Die amtierenden Schweizer Meisterinnen fertigten den FC Winterthur mit 12:0 ab

Doppeltorschützin Alayah Pilgrim ist fokussiert.

Doppeltorschützin Alayah Pilgrim ist fokussiert.

Tolle Kulisse und herrliches Fussballwetter am Samstag im Hausemer Jonentäli.

Tolle Kulisse und herrliches Fussballwetter am Samstag im Hausemer Jonentäli.

Romy Baraniak macht das Dutzend für den FCZ voll. (Bilder Marco Bisa)

Romy Baraniak macht das Dutzend für den FCZ voll. (Bilder Marco Bisa)

Die österreichische Nationalspielerin Viktoria Pinther trifft drei Mal.

Die österreichische Nationalspielerin Viktoria Pinther trifft drei Mal.

Kurz vor 18 Uhr war es endlich soweit. Die amtierenden Schweizer Meisterinnen und die Gegnerinnen aus Winterthur, die auf diese Saison hin aus der 1. Liga in die zweithöchste Spielklasse aufgestiegen sind, kamen aus ihren Kabinen und liefen zum Testspiel auf. Zum zweiten Mal innert 14 Monaten betrat also ein Schweizer Meister den Rasen im Hausemer Jonentäli; eine Bilanz, die nicht viele Provinzvereine vorweisen können. Petrus spielte auch mit und sorgte für herrliches Fussballwetter. Rund 200 Zuschauerinnen und Zuschauer standen erwartungsvoll an der Seitenlinie. Die Zürcherinnen zeigten gleich, wer auf dem Platz das Sagen hat und legten einen Blitzstart hin, der die Winterthurerinnen überrumpelte. Durch Tore von Pinther, Schuster und Pilgrim stand es nach 17 Minuten bereits 3:0. Der Klassenunterschied zwischen der höchsten und der zweithöchsten Liga war eklatant. Winterthur war bis dato nie vor dem Zürcher Tor aufgetaucht.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer sahen tolle Spielzüge der FCZ Frauen, die auch mit ihrer Schnelligkeit, Ballkunst und Präzision beeindruckten und so beste Werbung für den Frauenfussball machten. Die tapfer kämpfenden Winterthurerinnen konnten machen, was sie wollten. Die Zürcherinnen waren ihnen stets einen Schritt voraus. Als Konsequenz gabs weitere vier Gegentore in den ersten 45 Minuten.

Ein Dutzend Tore für den FCZ

In der zweiten Halbzeit schalteten die Meisterinnen aus Zürich einen Gang herunter und Winterthur kam endlich auch ein paar Mal gefährlich vor das Tor. Dennoch reichte es nicht für den Ehrentreffer. Im Gegenteil: die Winterthurerinnen mussten nochmals fünf Gegentore hinnehmen. Romy Baraniak machte in der 77. Minute das Dutzend für den FCZ voll. Je drei Tore gingen auf das Konto von Monika Ibishaj und der österreichischen National-spielerin Viktoria Pinther. Von der grossen Bühne der Frauen-Weltmeister-schaft ins Jonentäli kam die irische Nationalspielerin Diane Evelyn Caldwell. Knapp nicht nach Australien und Neuseeland an die derzeit laufende Fussball-WM hatte es FCZ-Captain Naomi Mégroz geschafft. Sie liess sich ihre Enttäuschung aber nicht anmerken und zeigte sich nach dem Match bei guter Laune: «Es ist für uns als FCZ und für den Frauenfussball eine tolle Chance, wenn wir uns auf dem Land präsentieren können. Solche Matches wie heute machen Spass. Wir kommen sehr gerne wieder.» Nach dem Spiel nahmen die beiden Teams noch im Festzelt Platz. FCZ-Trainerin Jacqueline Dünker zeigte sich mit der Leistung ihrer Mannschaft zufrieden: «Ich komme selbst vom Land und fühle mich in einer solchen Umgebung wie zu Hause. Wir wurden sehr herzlich empfangen und haben uns toll gefühlt. Wenn dann die Mädels wie heute auch noch guten Fussball spielen, gibt es nichts zu mäkeln.»

Marco Bisa, Martin Platter

FC Zürich – FC Winterthur 12 : 0 (7:0). Sportplatz Jonentäli, Hausen am Albis. Tore: 3. Pinther 1:0, 11. Schuster 2:0, 17. Pilgrim 3:0, 28. Ibishaj 4:0, 35. Ibishaj 5:0, 37. Pinther 6:0, 41. Pinther 7:0, 51. Pilgrim 8:0, 58. Ibishaj 9:0, 59. Egli 10:0, 75. Wos 11:0, 77. Baraniak 12:0.

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