Säuliämtler holt EYOF-Gold

Das Mixed-Team um Felix Lüthold aus Affoltern, Jonas Feierabend (beide Curling Club Zug), Zoe Schwaller und Anja von Arx bezwingt in einem Herzschlag­finale Deutschland mit 9:8 nach Zusatzend.

Die Sieger (v.l): Felix Lüthold, Anja von Arx, Zoe Schwaller und Jonas Feierabend. (Bild zvg.)
Die Sieger (v.l): Felix Lüthold, Anja von Arx, Zoe Schwaller und Jonas Feierabend. (Bild zvg.)

Das Quartett wurde in einem Selektionsverfahren für das EYOF zusammengestellt. Darunter war auch Felix Lüthold, der in Affoltern wohnt und für den Curling Club Zug spielt. Für das Turnier zugelassen sind die Jahrgänge 2006 und 2007. Bereits im Oktober fand die Vor-Selektion statt, nach der es vor allem darum ging, aus den vier Einzelathletinnen und -athleten eine Einheit zu bilden, das Vertrauen untereinander aufzubauen und Abläufe einzuüben.

Von Spiel zu Spiel zugelegt

Im Startspiel war Deutschland über weite Strecken besser und war spielbestimmend. Eine heisse Schlussphase und ein gestohlener Stein im letzten End bescherte der Schweiz den Startsieg. In den nächsten beiden Spielen gegen Österreich und Tschechien lief auch noch nicht alles rund, aber man hatte seinen Gegner im Griff. Von Spiel zu Spiel lief es den Schweizern besser, man konnte eine deutliche Leistungssteigerung erkennen. In den beiden letzten Gruppenspielen gegen Ungarn und Italien wurde das Spiel schon frühzeitig zugunsten der Schweiz entschieden. Gegen den Titelfavorit aus dem Süden schrieben die Schweizer im ersten End gleich fünf Steine.

Gegen das Team Schweden legten die Schweizer im Halbfinal einen Blitzstart hin. Im ersten End schrieben die Schweizer ein Vierer-Haus und klauten danach weitere drei Steine. Zur Halbzeit lag die Schweiz komfortabel in Führung, nach sechs Ends gaben die Schweden beim Stand von 9:2 auf. Im Final warteten die starken Deutschen aus dem Startspiel, welche in ihrem Halbfinal den späteren Bronze-Medaillengewinner Lettland bezwangen. Die Schweizer starteten gut mit zwei Punkten, mussten aber im zweiten End den Ausgleich hinnehmen. Fehlsteine der Schweizer bescherten dem deutschen Team weitere Punkte. Dank einem 4er-Haus im fünften End machte das Schweizer Team einen 2:6-Rückstand wett. Auf ein 2er-Haus der Deutschen konnte man nur mit einem Punkt antworten.

Mit der nötigen Ruhe

Mit einem gestohlenen Stein kämpfte sich die Schweizer Equipe nach dem achten End ins Zusatzend. Dort überzeugten Lüthold und sein Team mit der nötigen Ruhe und stellten Deutschland vor eine schwierige Aufgabe. Die platzierten Guards schützten den Schweizer Shot-Stein perfekt, sodass der siegbringende Punkt eingeheimst werden konnte. ­Verdient gewinnt das Schweizer Team mit 9:8 nach Zusatzend.

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